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Düsseldorf
Fachausschuss stimmt für Möbel-Krieger

Düsseldorf. Konzept des Berliner Unternehmens überzeugt CDU und SPD. Kaum noch Chancen für Schaffrath. Von Denisa Richters

Der Streit der Möbel-Riesen an der Theodorstraße in Rath ist mit dem Beschluss des Planungsausschusses so gut wie entschieden. Mit der erwarteten breiten Mehrheit von CDU und SPD stimmte das Fachgremium einem "vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahren" für ein Grundstück neben der Autobahn 52 zu, das dem Berliner Möbel-Unternehmen Krieger gehört. Das will dort ein Einrichtungshaus, einen Designmöbel- und einen SB-Möbelmarkt mit einer Verkaufsfläche errichten. Grüne und FDP hatten sich für die Pläne des Mönchengladbacher Unternehmens Schaffrath ausgesprochen, haben aber keine Mehrheit.

Schaffrath möchte auf einem ehemaligen Grundstück der Stadttochter IDR ebenfalls ein Möbelhaus errichten. Weil aber laut Rahmenplan Einzelhandel an dieser stelle nur maximal 40.000 Quadratmeter Verkaufsfläche für dieses Segment zugelassen sind, kann nur einer von beiden zum Zuge kommen. Das Krieger-Konzept überschreitet die Begrenzung sogar um 18.000 Quadratmeter. Astrid Wiesendorf (Grüne) hat wegen dieser Größe massive Bedenken. Man müsse prüfen, wie hoch der Anteil des zentrenrelevanten Sortiments (zum Beispiel Textilien oder Wohnaccessoires) sei.

"Ich gehe nicht davon aus, dass am Ende in dieser Größenordnung gebaut wird", sagte SPD-Fraktionschef Markus Raub. Seine Fraktion und die CDU stellten Bedingungen: So soll für das Gebäude ein Fassadenwettbewerb durchgeführt werden. In einem städtebaulichen Vertrag soll festgelegt werden, dass Krieger ab Beschluss zum Bebauungsplan innerhalb eines Monats einen Bauantrag stellen muss. Mit Vorliegen der Baugenehmigung müssen die geplanten Gebäude innerhalb eines Jahres realisiert sein. "Bei Nichteinhalten sollte die höchstmögliche Vertragsstrafe gelten", so Raub. Die CDU setzte zudem durch, dass auf dem Schaffrath-Grundstück planungsrechtlich ein Bau- und Gartenmarkt ausgewiesen und - damit Schaffrath möglicherweise doch zum Zug kommt - im Düsseldorfer Stadtgebiet ein weiterer Standort für ein Möbelhaus ausgewiesen wird.

Christoph Schork (FDP) kritisierte die Position von CDU und SPD. "Das ist eine Entscheidung gegen ein mittelständisches Unternehmen, das seit Jahrzehnten in Düsseldorf Wurzeln hat." Im Stammhaus an der Aachener Straße habe Schaffrath Platzprobleme, bei den Erweiterungsplänen für die Theodorstraße stelle sich nun die Frage der Verlässlichkeit. CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt betonte mit Blick auf eine mögliche Ausweisung eines weiteren Möbel-Standorts im Stadtgebiet, dass "nicht notwendigerweise das eine das andere ausschließt". Schork hielt dem entgegen: "In Düsseldorf lassen sich nicht beliebig viele Möbelhäuser realisieren."

Quelle: RP
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