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Geplanter Anschlag in Düsseldorf
IS-Terrorist war schon als Antänzer in der Altstadt

Ein Terrorverdächtiger auf dem Weg zum Haftrichter
Ein Terrorverdächtiger auf dem Weg zum Haftrichter FOTO: dpa, ude fdt
Düsseldorf. Saleh A., der Syrer aus dem Flüchtlingsheim in Kaarst, der in Frankreich die Pläne für einen Terroranschlag auf die Heinrich-Heine-Allee offenbart hat, kannte die Altstadt wohl nicht nur im Zusammenhang mit geplanten Selbstmordattentaten.

Im vergangenen Juli soll er dort mit dem Antanztrick unterwegs gewesen sein. Die Masche wird üblicherweise von Taschendieben in Dreiergruppen ausgeführt, der 28-Jährige soll aber allein gewesen sein. In der Disco "Kulisse" an der Neustraße näherte er sich tanzend einem Gast, nahm dem dabei die Geldbörse ab. Beim zweiten Versuch geriet er an den Falschen und wurde erwischt. Statt zu verschwinden, biss A. dem Mann in den Daumen, und zwar so fest, dass er den gewissermaßen mit den Zähnen bis vor das Lokal schleifte. Dort biss er ein zweites Mal zu, diesmal in den Mittelfinger. So steht es zumindest in der Anklage, die beim Amtsgericht Düsseldorf gegen ihn vorliegt. Einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung bestätigte Amtsgerichtssprecher Marcel Due.

Demnach sollte Saleh A. noch diesen Monat der Prozess wegen Diebstahls, Körperverletzung und versuchten Diebstahls gemacht werden. Der Termin wird nun wohl abgesetzt - Saleh A., der als Kopf der jetzt ausgehobenen Terrorzelle gilt, ist noch im Gewahrsam der französischen Justiz.

(sg)
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