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Karneval
Das Prinzenpaar mag Kunstpelz, Glitzer-Chucks und T-Shirts

Karneval: Das Prinzenpaar mag Kunstpelz, Glitzer-Chucks und T-Shirts
FOTO: Bretz Andreas
Düsseldorf. Langsam, aber sicher rückt die Hochzeit des närrischen Treibens in greifbare Nähe. Für Prinz Christian III. und Venetia Alina bedeutet das Arbeit, denn sie müssen sich rüsten. Das war auch der Anlass, warum es gestern ein launiges Treffen bei Simone Zenger Uhle in Oberkassel gab.

Die Maßschneiderin nähte bereits zwei Capes für Alina Kappmeier, die zur Anprobe kam und ein wenig von ihren Vorlieben erzählte. "Echter Pelz ist für mich absolut tabu, daher haben wir uns für einen hochwertigen Kunstpelz entschieden", sagte sie über das Mäntelchen, in dem sie ein wenig aussieht wie Rotkäppchen. Und auch sonst ist die junge Frau gut aufgestellt: Zwei Gala-Kleider zauberte ihr schon ihre Vorgängerin Sara Flötmeyer, die lange bei Zenger Couture arbeitete. Und Mutter Carina setzt sich auch an ihre Nähmaschine, damit Alina als perfekte Venetia glänzt: Vier Roben sind schon fertig wie etwa der Asia-Schick, den sie zum Regenbogen-Ball trug. Am Ende werden es wohl gut ein Dutzend Kleider werden, die Alina während ihrer Regentschaft tragen wird.

Geleit gab ihr bei der Maßschneiderin der Prinz persönlich. Sein prächtiges Ornat fertigt zwar ein Kollege in Korschenbroich, doch alles andere, was er für die Galas und Bälle und offiziellen Auftritte braucht, die er unkostümiert absolviert, vertraut er Simone Zenger Uhle an. Sie schneiderte schon die Hochzeitsrobe für ihn und seine Ehefrau Yvonne. "Ich bin recht unkompliziert", sagte er, der bürgerlich bekanntlich Christian Erdmann heißt. "Die Kleidung muss sitzen und bequem sein. Auch in der Karnevalszeit quillt mein Kleiderschrank nicht über." Heißt: Zwei Paar rote Schuhe für den Prinzen-Auftritt müssen reichen - eines in matt und eines in glänzend. Dazu gibt's Synthetik-Strumpfhosen, die extra aus Amerika importiert werden und laut Erdmann "überhaupt nicht kratzen oder zwacken". Was er besonders mag, das ist seine silberne Prinzenkette. "Ich finde es schön, dass sich alle meine Vorgänger auf ihr verewigt haben. Das hat Charme." Da kann Alina locker mithalten. Bei ihrer Krönung in der Stadthalle trug sie ein Armband vom Juwelier Brors im Wert von 75.000 Euro, das wie alle anderen geliehenen Schmuckstücke am Ende des Abends wieder im Safe verschwindet. Und auch sonst freut sie sich auf Geschmeide am Hals und an den Fingern während ihrer Zeit als Venetia. Das Glamouröse schließt das Bequeme nicht aus: "Die hohen Schuhe tausche ich gerne mal durch meine sportlichen Glitzer-Chucks aus. Dann kann ich besser tanzen."

Leger mag es auch der Prinz ganz gerne, vor allem unter seinem Ornat. "Da trage ich ganz schlicht ein ganz normales T-Shirt."

(bpa)
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