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Gastro-Tipps
Das sind unsere Entdeckungen 2015

Düsseldorf. In den vergangenen zwölf Monaten eröffneten zahlreiche Lokale. Diese neuen Restaurants fand die RP-Redaktion besonders empfehlenswert. Von Christian Herrendorf, Holger Lodahl und Birgit Wanninger

Die Wahl war nicht einfach. Doch dann hat sich die Redaktion für Lokale entschieden, die sie überrascht haben. Rosati Die Messlatte war hoch angesetzt. Schließlich war das Rosati über Jahrzehnte der Top-Italiener in Düsseldorf - wenn auch zuletzt in die Jahre gekommen und ein wenig angestaubt. Das hat sich geändert: Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten und einem neuen Beitzer strahlt das Rosati (das seinen Namen behalten hat) im neuen Glanz. Gut geschulter Service, teilweise übernommen, verwöhnt und berät die Gäste. Das Ambiente ist außergewöhnlich: edel und modern, mit aufwendiger Kunst. Da gibt es echte Hingucker - nicht zu vergessen die offene Küche. Und das Essen: Die Klassiker stehen immer noch auf der Karte wie der legendäre Lammrücken, aber es gibt auch Neues, Experimentelles kommt immer wieder auf die wechselnde Karte. Und nicht zu vergessen die Desserts. Da hat das Rosati mit dem Sizilianer Neelo Pappalado einen Patissier der Extraklasse.

Racletterie Das Restaurant-Projekt von Marco Perkuhn und Timo Schmitz gehört zu den Entdeckungen 2015 hauptsächlich wegen der guten Idee und des großen Engagements. Die beiden 28-Jährigen nutzen sonntags und montags einen an diesen Tagen leerstehenden Gastro-Raum an der Hohe Straße als Racletterie. Auf der Karte stehen kleine Schweizer Raclette-Gerichte, eine Suppe und ein Dessert - selbst gemacht, mit echter Freude serviert und zu vernünftigen Preisen. Statt sich mit der Racletterie auf Jahre zu binden, planen Perkuhn und Schmitz das Betriebsende bereits für Frühjahr. Was dann folgt, sei noch offen. Für Freunde von mit Käse überbackenem Fleisch und Gemüse gilt daher: Die Zeit nutzen und mindestens einmal hingehen.

Dim Sum Gourmet Als Geheimtipp für Liebhaber chinesischer Küche gilt das kleine Restaurant an der Brunnenstraße schon lange. Jetzt haben Ai Hua Yu und ihr Mann Cheekiong Leong das Restaurant übernommen und nur wenig geändert. Die Einrichtung ist geblieben: zehn Tische für maximal 30 Personen, helle Tischdecken und - untypisch für ein China-Lokal - keine aufwendige Deko. Spezialität bleiben die kleinen Köstlichkeiten, die Dim-Sum. Cheekiong kocht nicht nur die traditionellen kantonesischen "Gerichte, die das Herz berühren", sondern hat auch neue Kombinationen erfunden. Und auf Vorbestellung kann man den abwechslungsreichen Feuertopf probieren, während er die knusprige Peking-Ente immer auf Vorrat hat. Dazu gibt es eine größere Auswahl an deutschen Weinen.

Hausmann's So richtig lernt man ein Restaurant erst kennen, wenn es auf den Betriebsschluss zugeht. Die einen stellen gut vernehmbar Stühle hoch und traktieren die Füße ihrer Gäste schon mal mit dem Putzwedel. Die anderen machen es wie das Hausmann's in der Altstadt. Dort hatten wir uns bei einem Besuch verquatscht und merkten selbst dann nicht, wie spät es war, als schon alle anderen Gäste gegangen waren. Das Team säuberte unbemerkt, zugleich herrschte unter den Mitarbeitern so gute Stimmung, dass wir nicht annehmen konnten, dass hier schon Feierabend angesagt war. Der ausgezeichnete Service und die gute Atmosphäre sind zwei der Gründe, weshalb das Hausmann's zu den besten Eröffnungen zählt. Hinzu kommen noch drei Punkte: Die Speisekarte ist dank TV-Koch Tim Mälzer bodenständig und kreativ. Die Düsseldorfer Küchencrew setzt die Vorgaben konstant gut um. Und Bier wird in dem Restaurant an der Hafenstraße mit einer eigenen, umfangreichen Karte endlich mal angemessen gewürdigt.

Quelle: RP
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