| 00.00 Uhr

Interview
Kunstobjekte im "Fundbüro"

Düsseldorf. Oberkassel (hiw) Das Haus Luegallee 47 soll umgebaut werden. Bis es soweit ist, haben Künstler im ehemaligen Lottoladen ein Forum. Für zwei Wochen hat nun der Oldenburger Hochschulprofessor für Architektur Eduard Schumacher dort ein "Temporäres Fundbüro" eingerichtet. Ein Gespräch mit dem Künstler.

Wie kamen Sie auf die Idee, in Düsseldorf auszustellen?

Schumacher Den Stein ins Rollen haben Düsseldorfer Künstlerinnen des "Atelierhofes" gebracht. Sie hatten im leerstehenden Lottoladen ein "Temporäres Atelier" eingerichtet. Es findet nun in meinem "Temporären Fundbüro" eine Fortsetzung. Eine der Künstlerinnen hat den Kontakt vermittelt.

Was ist denn unter dem Begriff Fundbüro zu verstehen?

Schumacher Meine Arbeiten bestehen aus Fundstücken, die ich an verschiedenen Orten gesammelt habe. Die alten Puppengeschirr-Tassen stammen zum Beispiel von einem Flohmarkt in Paris. Während ich Fundstücke sammele, habe ich noch keine bestimmte Vorstellung von dem, was daraus entstehen wird. Erst in der Abgeschiedenheit des Ateliers entwickeln sich meine Arbeiten. Es sind emotionale Werke als Ausgleich zu meinem eher rationalen Architekturberuf. Der träumende, spielerische Mensch liegt mir am Herzen. Meine Kunst bringt die Fantasie in den Alltag, macht auf das Freudvolle und Kreative aufmerksam.

Sie sind für zwei Wochen in Düsseldorf. Was erwarten Sie?

Schumacher Ich freue mich auf Gespräche, auf Menschen, die zu mir kommen und sich auf meine Objekte und Malereien einlassen. Ich werde in meinem "Fundbüro" auch arbeiten, so dass man mir jeweils von mittwochs bis freitags 11 bis 18 Uhr und samstags 11 bis 14 Uhr auch über die Schulter schauen kann.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Interview: Kunstobjekte im "Fundbüro"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.