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Kitas, Bäder, Wildpark geschlossen
So lief der Streik am Dienstag

Rheinbahn-Streik 2018 - Busse und Bahnen stehen heute still
Ein Mann steht vor verschlossenen Toren: Auch der Recyclinghof der Awista in Lohausen blieb gestern zu. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Mitarbeiter von Kitas, Ämtern und der Müllabfuhr streikten am Dienstag - am Mittwoch die Rheinbahn. Wie der erste Streiktag war - und welche Verkehrsmittel heute trotzdem fahren. Von Antonia Kasparek und Natalie Urbig

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Der Restmüll quoll aus den grauen Tonnen. Schwimmbäder und Recyclinghöfe bliebengeschlossen. Nach dem zweitägigen Streik im März hatte die Gewerkschaft Verdi erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Grund dafür sind die laufenden Tarifverhandlungen.

Tage vorher informierten große Plakate die Gäste: Sämtliche Bäder hatten gestern im Stadtgebiet geschlossen. FOTO: Bretz

Von den 99 städtischen Kitas blieben 15 streikbedingt geschlossen, 30 weitere arbeiteten mit Notgruppen. Das teilte die Stadt mit. Auch vier Jugendfreizeiteinrichtungen öffneten am Dienstag nicht, ebenso wie die städtischen Bäder, der Wildpark in Grafenberg und der Sportpark Niederheid. Auch die Kfz-Zulassungsstelle blieb geschlossen. In den Bürgerbüros und im Dienstleistungszentrum seien die Folgen des Streiks zwar zu spüren, die Dienststellen mussten aber nicht schließen und konnten Kunden, wenngleich nicht im üblichen Umfang, weiterhin bedienen, hieß es von der Stadt. Entgegen der Ankündigung hatte das Jobcenter am Dienstag jedoch geöffnet. Auch die Mitarbeiter des Düsseldorfer Flughafens streikten nicht. Betroffen waren lediglich Passagiere, die von Düsseldorf nach Frankfurt am Main, München oder Bremen fliegen. An diesen Flughäfen wurde gestreikt.

Pendler steht das Schlimmste am Mittwoch bevor: Bis 3 Uhr nachts werden den ganzen Tag über keine U-Bahnen, Straßenbahnen und nur wenige Buslinien fahren. Betroffen ist das gesamte Düsseldorfer Stadtgebiet, ebenso der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch und die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen. Darauf müssen sich besonders die Schüler einstellen, die sonst den öffentlichen Nahverkehr nutzen und heute ihre Abiturprüfung haben.

Der Verdi-Streik am 10. April 2018 in der Region FOTO: Mathias Schumacher

Dennoch gibt es einige Ausweichmöglichkeiten. Pendler können nach wie vor die Regionalzüge nutzen. Innerhalb des Stadtgebiets können sie sich außerdem mit den S-Bahnen fortbewegen. Die Fakten dazu: Die S1 Richtung Solingen und Dortmund verbindet die Stadtteile Eller und Angermund. Die S6 (Essen/Köln) fährt außerdem Rath, Derendorf, Zoo, Wehrhahn, den Hauptbahnhof, Volksgarten, Oberbilk, Eller, Reisholz, Benrath, Garath und Hellerhof an. Die S8 (Hagen/Mönchengladbach) verbindet Gerresheim, Flingern, den Hauptbahnhof, den Flughafen, Friedrichstadt, Bilk, Völklinger Straße sowie den Stadtteil Hamm.

Die S11 startet am Flughafen und fährt von da aus über Unterrath, Derendorf, Zoo, Wehrhahn, Bilk und Hamm nach Bergisch Gladbach. Ebenso kann die S28 (Kaarster See, Mettmann Stadtwald) zwischen Hamm und Gerresheim genutzt werden. Die S68 (Langenfeld/ Wuppertal-Vohwinkel) fährt ab Düsseldorf-Hauptbahnhof und stoppt unter anderem in Flingern und Gerresheim.

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Neben den S-Bahnen werden auch folgende Buslinien voraussichtlich im gewohnten Takt fahren, allerdings nicht nach dem regulären Fahrplan: die Buslinie O5, O6, O14, O 19, SB56, 730, 746, 751, 770, 771, Linie 785, 831, 834.

Mehr Informationen bietet die Rheinbahn unter der Service-Rufnummer 01806 504030 (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, 60 Cent pro Anruf aus den Mobilfunknetzen). Alternativ hilft die Internetseite des Unternehmens weiter: www.rheinbahn.de/streik

Quelle: RP
 
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