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Lokalsport
Boxer Tlatlik verliert im EM-Kampf

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Profi unterliegt in der fünften Runde durch technischen K.o..

Der Traum ist aus. Sebastian Tlatlik unterlag in St. Petersburg in einem harten Kampf dem russischen Box-Europameister Evgeny Chuprakov im Superfedergewicht (bis 59 Kilo) durch technischen K.o. in der fünften Runde. Ausschlaggebend war letztendlich die starke Physis des Titelverteidigers, der der 33-jährige Düsseldorfer nichts entgegenzusetzen hatte.

Die Überlegenheit des Europameisters zeigte sich bereits in einem frühen Stadium des Kampfes. Gegen Ende der zweiten Runde wurde Tlatlik angezählt, nachdem ihn ein harter rechter Haken zu Boden warf. "Ich weiß wirklich nicht, woher der Stoß kam. Als ich ihn überhaupt realisierte, war ich bereits unten", erzählte der Düsseldorfer voller Respekt vor seinem Gegner. Danach, so Tlatlik weiter, habe der 25-jährige Russe seine Kampfintensität und das Tempo noch erhöht. "Sein Niveau ist unglaublich."

In der dritten und vierten Runde bewies Tltalik sein Kämpferherz und ließ sich auf einen Schlagabtausch mit dem Russen ein, der immer stärker wurde. Er habe zwar mithalten und seinen Gegner auch treffen können, doch der Intensität und Physis habe er nichts entgegensetzen können. Zu dem Zeitpunkt sei ihm klar gewesen, dass er nach Punkten hinten lag und er den Kampf nur durch einen K.o. gewinnen könne.

Doch so weit ließ es die von seinem Bruder Robert betreute Ecke nicht kommen. Gegen Ende der fünften Runde zog Robert Tlatlik die Konsequenz aus der Dominanz des Russen und beendete den Kampf. "Wie jeder Boxer wollte ich weiter machen. In solchen Momenten hat die Ecke jedoch die Übersicht und denkt mehr an die Gesundheit des Sportlers als er selber."

Enttäuscht sei er trotz der Niederlage nicht. "Ich habe ihn gefordert, es hat nicht gereicht. Evgeny ist ein würdiger Europameister, der bestimmt um die WM-Krone kämpfen wird", so Tlatlik. Er werde auf jeden Fall weiter boxen. Durch seine beherzte Leistung liegen dem 33-jährigen bereits Angebote aus dem In- und Ausland vor. Doch zuerst steht eine schöpferische Pause an. "Eine Woche, dann beginne ich mit der Vorbereitung auf den nächsten Kampf", sagt Sebastian Tlatlik und verspricht: "Und die wird noch intensiver und härter als die letzte."

Quelle: RP
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