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SC West stellt auch der SSVg Velbert ein Bein

Lokalsport: SC West stellt auch der SSVg Velbert ein Bein
Shunya Hashimoto (Mitte) kann von Julien Rybacki (links) und Marvin Grumann nicht gestoppt werden. FOTO: horstmüller
Düsseldorf. Dank einer starken Defensivleistung holt der Fußball-Oberligist ein 0:0 gegen den Spitzenreiter. Turu verliert indes in Uerdingen. Von Maximilian Lonn und Manfred Johann

SC West - SSVg Velbert 0:0. Mit einer starken Abwehrleistung haben die Oberkasseler ihrer Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Sieben Spiele ist das Team von Trainer Marcus John nun ungeschlagen. Beinahe hätte es sogar für die Sensation gereicht, allerdings trafen sowohl Dennis Ordelheide als auch "Apo" Keseroglu in der ersten Halbzeit nur die Latte.

"Wenn einer davon reingeht, dann nimmt das Spiel wahrscheinlich eine ganz andere Wendung", meinte John, der vor der Partie seine Defensive gezwungenermaßen umbauen musste: So rückte für den verletzten Marvin Commodore Yuto Nakamura in die Startelf, auch der zuletzt angeschlagene Marcel Ewertz erhielt vom 42-Jährigen das Startmandat. "Ich wollte diesmal mit drei Sechsern spielen, da die Velberter vornehmlich mit einem Fünfer-Mittelfeld agieren. Dadurch konnten wir das Zentrum dichtmachen", erläuterte der Coach.

Mit Erfolg, wobei sich die Blau-Weißen nicht nur stur hinten reinstellten, sondern auch im Spiel nach vorne mutig und kreativ präsentierten. Den Gästen fiel gegen diese Mischung nicht viel ein. Entsprechend sauer war SSVg-Coach Karsten Hutwelker nach dem Abpfiff: "Das war dummer Fußball. Wir konnten nicht so die spielerischen Elemente zeigen, wie man das von uns gewohnt ist." Ein größeres Kompliment hätte man dem SCW nicht machen können. Angesichts des aktuellen fünften Tabellenplatzes und der stabilen Spielweise stellt sich mittlerweile die Frage, ob der Weg der John-Elf noch weiter nach oben führt. Der Trainer bleibt jedenfalls gelassen. "In der vergangenen Saison hatten wir eine ähnlich starke Phase und mussten anschließend eine kleine Durststrecke durchleben. Das gilt es nun zu verhindern", betonte er. Spielt seine Mannschaft jedoch so weiter, muss sich John keine allzu großen Sorgen machen.

KFC Uerdingen - Turu 1:0. Keine Frage, dass der Sieg des Tabellenzweiten KFC Urdingen vor 1750 Zuschauern verdient war. Die Krefelder hatten insgesamt mehr Ballbesitz als die Oberbilker, doch dafür wusste die Elf von Trainer Frank Zilles in der Defensive zu überzeugen. Oft hatte man das Gefühl, dass dem Aufstiegsaspiranten nicht sonderlich viel einfiel, um die Turu-Abwehr zu überwinden.

So war es auch kein Zufall, dass der einzige Treffer der Partie aus einer Standardsituation resultierte. Turus Kapitän Philip Lehnert war an der Strafraumgrenze ein Foul unterlaufen. Pascale Talarski legte sich anschließend den Ball zurecht und schlenzte den Freistoß unhaltbar für Björn Nowicki ins rechte obere Eck (62.)

Ein Tor, das die Gäste kalt erwischte - schließlich war deren größtes Manko in der Grotenburg ihre Ungefährlichkeit. In der ersten Halbzeit kamen sie zwar mit Konterangriffen das eine oder andere Mal vor das Tor von Maurice Schumacher. Doch entweder waren ihre Abschlüsse zu schwach geschossen oder gingen neben das Tor. Spätestens, als der KFC führte, war vom Düsseldorfer Angriff fast überhaupt nichts mehr zu sehen. Zwei Schüsse von Robert Norf, die keine Gefahr brachten, waren da noch die einzigen Lebenszeichen.

Quelle: RP
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