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Lokalsport
Straßenläuferin Richter trotzt allen Strapazen

Düsseldorf. Es war nicht nur ein körperlicher Kraftakt, sondern auch eine organisatorische Glanzleistung, die Angela Richter im Rahmen der Straßenlauf-Europameisterschaften der Senioren verrichtete. Vor ihrem Auftritt in Algarve verweilte die SFD-Athletin für vier Tage in Paris. Abends landete die Langstreckenläuferin in Düsseldorf, um am nächsten Morgen den Flieger zu nehmen. Um 16 Uhr angekommen waren es nur noch zwei Stunden bis zum Startschuss des Zehnkilometer-Rennens. Schnurstracks musste Richter also letzte Vorbereitungen treffen. Soweit lief alles nach Plan, und trotz der Vorbelastung sicherte sich Richter in 43:28 Minuten den siebten Platz in der W50-Wertung.

Doch damit war der Stress nicht vorbei. Nach 24 Stunden Pause - eigentlich sollte der erste Tag der Regeneration dienen, doch stattdessen fing sich Richter eine Magen-Darm-Verstimmung ein - stand tags darauf der Halbmarathon auf dem Programm. Der Startschuss war schon um 8.30 Uhr. Nun hatte sich Richter eigentlich eine Zeit von 1:35 Stunden vorgenommen, doch nach acht Kilometern machten sich die körperlichen Beschwerden zunehmend bemerkbar. Doch mit einer Aufgabe wollte sich Richter nicht zufrieden geben und biss auf die Zähne. Mit dem Ergebnis von 1:41,15 Stunden war die SFDlerin zwar langsamer als erhofft, doch bei dieser Vorgeschichte konnte sich der siebte Platz sehen lassen.

Vor allem sollte noch eine große Belohnung folgen. Schließlich holte die deutsche Mannschaft in der Gesamtwertung (W50) EM-Silber. "Es war der härteste Wettkampf, den ich je hinter mich gebracht habe", resümierte Richter und ärgerte sich ein wenig über die vielen Strapazen auf dem Weg zur Medaille. Doch am Ende hatte sich das große Kämpferherz ausgezahlt.

(zab)
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