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"creative Morning"
Fantasy-Gespräche im Kit

Düsseldorf. Kann in einem Beton-Raum unter der Erde, wo in den Tunnelröhren täglich rund 50.000 Autos um einen herumbrausen, überhaupt Kreatives entstehen? "Na klar", sagt Gertrud Peters, die künstlerische Leiterin des KIT - Kunst im Tunnel, Düsseldorfs einzigem Ausstellungsraum unter Tage mit Zugang zur Rheinuferpromenade. Wo sonst als in einem hermetischen Raum könnten Kreativität und Fantasie sich besser entfalten? Immerhin sei - so Peters - das KIT seit der Eröffnung im Jahr 2007 das Startbrett für bislang mehr als 500 junge Künstler.

Und um die Fantasie oder besser um das Genre "Fantasy", das von der Kulturwissenschaft "gerne in die Absonderlichkeitsnische verbannt wird", ging es im Rahmen der weltweiten, inzwischen in insgesamt 157 Städten etablierten Netzwerkreihe "Creative Mornings" - diesmal eben im Düsseldorfer KIT am Mannesmannufer.

"Bei meiner täglichen Arbeit mit digital aufgewachsenen Künstlerinnen und Künstlern stelle ich fest, dass die Netzwerk-Müdigkeit eine Sehnsucht weckt nach der Beschäftigung mit den großen Fragen der Menschheit: Moral, Tod, Jenseits", betonte Gertrud Peters. "Und da ist Fantasy nicht weit."

Demnach gibt es zahlreiche Berührungspunkte zwischen bildender Kunst, anspruchsvoller Literatur und Fantasy. Dies sei nach einem Vulkanausbruch schon im finsteren Gespenstersommer des Jahres 1816 so gewesen und "ist zweihundert Jahre später mit der Fernsehserie ,Game of Thrones' auch in den Feuilletons angekommen", findet die künstlerische Leiterin des Ausstellungsraumes.

(dh)
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