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Strandbars
Tag am Meer mitten in Düsseldorf

Strandbars: Tag am Meer mitten in Düsseldorf
Im Treibgut hat Betreiber Stefan Prill sogar einen Pool installiert, damit die Besucher darin ihre Füße kühlen können. FOTO: Bretz Andreas
Düsseldorf. Etwa 200 Kilometer Luftlinie trennt die Düsseldorfer Innenstadt von dem nächsten Nordseestrand. Die Abwesenheit von Wellen und Seeluft macht es nicht gerade einfach, in der Stadt Strandgefühle aufkommen zu lassen. Dass es trotzdem funktionieren kann, bewies bis vor zehn Jahren das Monkey's Island auf der Hafenspitze. Von Jan Wiefels

Zwei Betreiber großer Beachclubs erzählen, wie ihre Konzepte für Urlaubsgefühl in der Großstadt aussehen. Die Ansätze unterscheiden sich, doch sie haben eine Gemeinsamkeit: Ohne Sand geht es nicht.

Gleich in großen Mengen hat Sven Kukulies das Material am Robert-Lehr-Ufer aufschütten lassen. Seit Samstag hat der Beachclub, der dieses Jahr das Düsseldorfer Unternehmen Trivago als Sponsor im Namen trägt, geöffnet. Die Fläche ist gegenüber der Premiere im vergangenen Sommer stark gewachsen: 2500 Quadratmeter umfasst das Strandareal. Wenn das Commerz Real Cinema am 21. Juli beginnt, verkleinert sich die Strandbar auf die Fläche der 400 Quadratmeter großen Kino-Leinwand. Bei der Gestaltung des Beachclubs hatte sich Kukulies von der Bar "Patagonia" im niederländischen Scheveningen inspirieren lassen.

Sven Kukulies, Pauline Lipski und Daniel Hall (v.l.) haben für den Beachclub am Rhein jede Menge Sand aufgeschüttet. FOTO: Andreas Bretz

Einen Ort, den Kukulies und seine Partnerin Eva Haub als Urlaubsziel sehr schätzen. "Wir wollen keine Kopie, sondern das entspannte Holland-Lebensgefühl nach Düsseldorf transportieren", sagt Kukulies. Dafür setzt er auf Details: Das Mobiliar wurde zum Teil eigens aus Steigerhout gefertigt, einer niederländischen Holzart. Auf kulinarischer Ebene soll der Holland-Düsseldorf-Transfer mit dem Fischgericht Kibbeling gelingen, das neben anderen kleineren Snacks auf der Karte steht. Und natürlich spielt der Ausblick auf den Rhein eine zentrale Rolle. Immerhin verbindet der Strom Deutschland und die Niederlande.

Auch das Abendprogramm soll einen Teil zum Strandgefühl beitragen. Die Tonight-Party "I love Düsseldorf" wird ein Gastspiel geben (18. Juni), gleiches gilt für die aus den Rudas Studios bekannte Reihe "Diamonds Are A Girls Best Friend" (24. Juni). Jedoch werde es deutlich leiser und gediegener zugehen, als in einem geschlossenen Club, so Kukulies Die Deutschland-Spiele können auf acht Bildschirmen verfolgt werden. Das Motto "Entspannt Kicken gucken" sei dabei wörtlich zu verstehen.

Auch Eltern mit ihren Kindern sollen die Begegnungen in Ruhe verfolgen können. Während der Beachclub in sein zweites Jahr geht, ist das Treibgut auf dem Gelände des Stahlwerks an der Ronsdorfer Straße länger etabliert. Seit 2009 firmiert der sommerliche Veranstaltungsort unter diesem Namen, der Vorgänger war als "Playa-Düsseldorf" bekannt. "Es gab einen Lernprozess", sagt Betreiber Stefan Prill. So hatte die ursprüngliche Playa ein Beachvolleyball-Feld, dadurch habe aber die Gemütlichkeit gelitten. Beim Nachfolger wurde das behoben: Es gibt einen Pool, in dem Gäste zwar nicht schwimmen, aber die Füße abkühlen können.

Zudem wurden auf dem 1000-Quadratmeter-Areal Cabanas, kleine Strandhütten, aufgebaut. Hinzu kamen Sonnenschirme aus Südostasien, echte Palmen und Ratan-Möbel. "Einen Vorbild-Strand gab es nicht. Wir haben alles freestyle gemacht", sagt Prill. Die Maßgabe sei, dass alles authentisch sein müsse. Daher habe man auf Plastik verzichtet. Wert legt der 48-Jährige auf die Abendgestaltung: So gibt es Party-Reihen wie "Electronic BBQ" und "Feier Rhein". Zudem werden alle Deutschland-Spiele gezeigt.

Geöffnet ist der Beachclub am Robert-Lehr-Ufer werktags ab 15 Uhr, an Wochenenden ab 13 Uhr. Über das Programm informiert die Facebook-Seite ("Commerz Real Cinema"). Das Treibgut, Ronsdorfer Straße 134, öffnet nach der Devise "19 Grad, 19 Uhr". Neuigkeiten werden via Facebook ("Treibgut Official") mitgeteilt.

Quelle: RP
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