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Konzert & Kunst
Tea Time mit Beethoven

Konzert & Kunst: Tea Time mit Beethoven
Einer der acht Gastgeber und sein ungewöhnlicher Besucher: Gil Bronner (rechts) hatte mit anderen zu einem der seltenen privaten Klavierkonzerte mit Igor Levit in die Sammlung Philara nach Flingern eingeladen. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Es war ein heiteres Wiedersehen unter Freunden, die entweder in Düsseldorf geboren sind oder hier leben oder von Berlin, Baden-Baden und Hamburg aus zumindest engste Kontakte zur NRW-Landeshauptstadt pflegen. Sie kennen sich alle schon lange und teilen ihre Leidenschaft für Kunst, Kultur, klassische Musik und Handgemachtes auf hohem Niveau.

Doch zum ersten Mal traten die acht Herren gemeinsam als Gastgeber eines privaten Klavierkonzerts auf: die Maßschneider Martin Purwin und Boris Radczun (er ist auch Chef der Berliner Kultrestaurants Grill Royal und Pauly Saal), Valentin von Arnim (Geschäftsführer der Kaschmir-Marke Iris von Arnim), die Goldschmiede Georg und Alexander Hornemann (er eröffnet am Samstag seine neue Berliner Dependance), die Maß-Schumacher Matthias Vickermann und Martin Stoya sowie Gil Bronner mit seiner Sammlung Philara. Und kein Geringerer als der 29 Jahre junge, charismatische Deutsch-Russe Igor Levit - er wird auf den Bühnen der Welt als "Jahrhundert-Pianist" gefeiert - stand dabei gestern Nachmittag im Mittelpunkt und bekam tosenden Beifall für seine Interpretation von Ludwig van Beethovens Klaviersonate "Waldstein".

Karla Zerressen (Langen Foundation) mit den Galeristen Max Mayer (links) und Alexander Sies FOTO: Hans-Juergen Bauer

"Ich trete ausgesprochen selten privat auf", sagte Levit, der eigens mit dem Zug aus Berlin angereist war. "Wir sind alle seine Fans. Darum ist es eine besondere Freude, dass er für uns spielt", betonte Valentin von Arnim. Und weil der smarte, schmale Pianist nicht nur ein begnadeter Musiker ist, der "in seinem Spiel großen Wert auf Perfektion legt, aber auch in puncto Stil, Mode und Handwerkskunst", so Martin Purwin, "haben wir vieles gemeinsam. Das wollten wir unbedingt in Düsseldorf in dieser neuen Sammlung zelebrieren".

Kunstsammlerin Julia Stoschek sorgte mit ihrem schwarzen Schlapphut für Aufsehen. FOTO: Hans-Juergen Bauer

Mit dem Klavierkonzert in seinem privaten Ausstellungshaus in Flingern feierte Gil Bronner zugleich die Premiere der Räumlichkeiten als Konzertsaal. Mehr als 150 Gäste kamen zum High-Tea mit Scones, Sandwiches und Beethovens Sonate.

Drei weitere Gastgeber: Boris Radczun, Alexander Hornemann und Valentin von Arnim (von links) FOTO: Hans-Juergen Bauer

Begeistert von diesem Erlebnis waren unter anderem Tobias und Ariane Bachmüller (Inhaber Katjes), Svenja Baum (LVHM), Coordt und Inge von Mannstein (Agentur Mannstein), Bettina Böhm (Direktorin Outset), die Galeristen Alexander Sies, Nina Höke, Max Mayer und Karla Zerressen (Langen Foundation), Anitra und Detlev Breyer (Augenärzte), Dan Georg und Cary Bronner sowie Kunstsammler Leo Freiherr von Diergardt. Dessen Kollgin Julia Stoschek (mit Schlapphut und auf Sneakern) kam direkt vom Flughafen an die Birkenstraße nach Flingern, wo sie Igor Levits Klavierkünste genoss und zum ersten Mal die Sammlung Philara in Augenschein nahm.

Dagmar Haas-Pilwat

Quelle: RP
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