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Benrath
Schulze führt weiter die Einzelhändler

Benrath: Schulze führt weiter die Einzelhändler
Die Weihnachtsmarktbude der Aktionsgemeinschaft, in der die AGB-Vorsitzende Melina Schulze vergangenen Winter viele Stunden verbrachte, wird es im nächsten Weihnachtsdörfchen wegen des Zeitaufwands nicht mehr geben. FOTO: Mattern
Benrath. In einer gut besuchten Mitgliederversammlung sprach sich die Aktionsgemeinschft Benrath einstimmig für die zweijährige Verlängerung ihres Vertrages aus. Neu im Vorstand ist Kassiererin Irene Schmitz. Von Andrea Röhrig

Seit 1. Mai 2016 ist Melina Schulze Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Benrath (AGB), dem Zusammenschluss der örtlichen Händler, und seitdem hat sie im Dörfchen schon viel bewirkt. Das haben auch die Mitglieder honoriert und die 39-Jährige in ihrer Jahresversammlung am Mittwochabend im Benrather Rathaus einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt. Neu im Vorstand, zunächst einmal für ein Jahr, ist Irene Schmitz, die für Torsten Höber auf die Position des Kassenwarts nachgerückt ist. Höber hatte aus Zeitgründen sein Amt vorzeitig niedergelegt. Neben Schulze wurde auch Schriftführer Michael Helmig wiedergewählt. Für AGB-Vize Daniela Budde steht turnusmäßig erst im kommenden Jahr die Wahl an.

Schulze freute sich über den Zuspruch aus den Reihen der Mitglieder; ist das Einzelhandelsgeschäft in Zeiten des blühenden Onlinehandels doch nicht eben leicht. Aus diesem Grund ist bei der Versammlung auch beschlossen worden, dass es künftig zwei Sitzungen pro Jahr geben wird. In einer sollen dann Vorstandswahlen stattfinden; in der andern soll es um die inhaltliche Arbeit der AGB gehen.

Denn es gibt viel zu tun, soll der Einkaufsstandort Benrath attraktiv gehalten werden. Denn nach der Pleite von Elanza am Benrather Marktplatz gibt es in zentraler Lage wieder einen riesigen Leerstand. "Wir haben für das Ladenlokal Ideen, doch ohne Mithilfe der Eigentümer geht es nicht", verdeutlicht Schulze. Doch neben dem großen Leerstand gibt es auch einige kleinere. Problem oft dabei: Der geforderte Mietzins der Vermieter liegt teilweise so hoch, dass es sich Existenzgründer kaum leisten können. Eine gute Nachricht hat Schulze aber: Das Eckgeschäft, in dem zuletzt Domino-Pizza war, ist nach ihrem Wissen vermietet. "Ziel der AGB muss es sein, Benrath als Einkaufsstandort attraktiv zu halten", sagt Schulze. Dazu gehört für sie eine saubere Fußgängerzone mit gepflegten und bepflanzten Baumscheiben und Blumenkübeln, vernünftigen Abfallbehältern und genügend Sitzgelegenheiten. "Wer sich mit seinem Geschäft in Benrath ansiedeln will, muss bei einem Besuch das Gefühl haben, dass das Ambiente stimmt." Aus ihrer Sicht hat die Aktionsgemeinschaft vor allem zwei Ziele: Zum einen den Stadtteil zu stärken, aber zuvorderst ihre Mitglieder, die Händler zu unterstützen. Denn immerhin diese sind es, die das Gehalt von Schulze oder auch die Weihnachtsbeleuchtung bezahlen.

Ihren Mitgliedern konnte Schulze zudem berichten, dass die Aktionsgemeinschaft im vergangenen Jahr aus den Miesen rausgekommen ist und eine schwarze Zahl (wenn auch eine kleine) hat schreiben können.

Eine Änderung für den nächsten Weihnachtsmarkt wurde in Versammlung auch schon beschlossen: Die Weihnachtsbude der AGB wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Neben Schulze standen sich dort auch viele AGB-Mitglieder die Beine in den Bauch. "Die Zeit, die wir im vergangenen Jahr in der Bude verbracht haben, können wir alle besser nutzen", sagt Schulze.

Ein weiteres Thema ist für sie die Marktgestaltung, immerhin sind auch zwei Markthändler Mitglied in der AGB. "Die Beplankung auf dem Rondell muss von der Stadt nachgebessert werden", fordert sie: Es sei einmal angedacht gewesen, jeden zweiten Stein mit einem Holzsitz zu versehen. Den von der "Benrather Marktinitiative" geforderten Bouleplatz sieht sie kritisch: "Ich sehe nicht, dass so etwas auf den Marktplatz passt. Für mich gehen die Marktbeschicker vor."

Quelle: RP
 
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