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Benrath
Später Sieg des VfL im Abstiegsduell

Benrath: Später Sieg des VfL im Abstiegsduell
Auf Benraths Offensivspieler Mario Stoffels (M.) passten die Ronsdorfer die meiste Zeit auf. Eine Chance in der 20. Minute konnte der Benrather nicht nutzen. FOTO: Günter von Ameln
Benrath. Mit einem Kraftakt in der Schluss-Viertelstunde haben die Landesligakicker vom VfL Benrath das Kellerduell gegen den Tabellenletzten TSV Ronsdorf gedreht und nach 0:1-Rückstand durch drei späte Treffer zu ihren Gunsten entscheiden können. Von Helmut Senf

"Einfach gewinnen - das gelingt uns eben nicht", resümierte Trainer Frank Moeser sichtlich erleichtert, nachdem sich beide Kontrahenten im VfL-Stadion über weite Strecken eine enttäuschende Auseinandersetzung auf Abstiegsniveau geliefert hatten. Schlusslicht Ronsdorf mangelte es an spielerischer Qualität. Den Schlossstädtern lastete der "Endspiel-Druck" auf den Schultern. So bot sich den Zuschauern überwiegend Kampf und Krampf.

Erst mit dem Elfmetertreffer durch den eingewechselten Yannick Krohn (75.), der die TSV-Führung durch Nico Langels (49.) egalisierte, fanden die Hausherren zu flüssigem Kombinationsspiel. Erneut Krohn (82.), der nach einem Alleingang in den Gäste-Strafraum mit einem präzisen Abschluss für die Benrather Führung sorgte, und Hayato Yakumaru, der das Leder nach einem maßgenauen Zuspiel von Vitalij Semenschuk in den TSV-Kasten abtropfen ließ (87.), sicherten dem Traditionsclub drei überlebens-wichtige Zähler. Dabei wäre den Benrathern beinahe ein Auftakt nach Maß geglückt. Gleich beim ersten Angriff besaß Mohamed Ait-Ali eine Kopfball-Chance. Das Leder landete jedoch nicht im Ronsdorfer Netz, sondern nur am Pfosten. "Mit eigener Führung nach nur 30 Sekunden wäre das Spiel völlig anders verlaufen", stellte Moeser rückblickend fest. Nach der verpassten Führungschance jedenfalls prägten häufige Ballverluste auf beiden Seiten das Geschehen. Flüssige Kombinationen kamen kaum zustande. Die Ball führenden Akteure trafen zu oft die falsche Entscheidung.

Mit Patrick Breidohr - neben Tim Stemmer, Sergio Percoco und Dennis Kronenberg in der Vierer-Abwehrreihe - stand die VfL-Defensive sicherer als in der Partie zuvor gegen FC Remscheid. Martin Sosnik und Soufian Yasir besetzten das Mittelfeld. Mario Stoffels, Engin Cakir, Semenschuk und Ait-Ali besaßen Offensiv-Order. Oft versuchten es die Benrather über die linke Seite. Im Abschluss mangelte es häufig an der letzten Konsequenz.

Stoffels (20., nach Diagonalzuspiel frei im TSV-Strafraum), Ait-Ali (24., Konter) und Semenschuk (34., Flachschuss knapp links vorbei) nutzten die Einschussmöglichkeiten vor der Pause nicht.

Im zweiten Spielabschnitt brachten sich die Gäste durch die Führung in Vorteil. Die Benrather Bemühungen um den Ausgleich blieben zunächst ohne Erfolg, obwohl mit den Einwechslungen von Yakumaru (46.), Fred Adomako (53.) und Krohn (69.) mehr Schwung in den Angriffsaktionen der Schlossstädter zu erkennen war. Kronenberg versuchte sich bei Freistößen (52., 54, 62., 66.). Einen 20-Meter-Knaller parierte TSV-Keeper Bastian Kuhnke reaktionsschnell mit den Fäusten (52.). Eine sehenswerte Kombination über Stoffels, Adomako und Yakumaru (64.) konnten die Ronsdorfer im letzten Augenblick noch abblocken. Dann führte die Strafstoßentscheidung des Unparteiischen nach Foul an Yakumaru zur Wende.

Quelle: RP
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