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Benrath
Volksfeststimmung beim Schloss-Lauf

Benrath. Sportevent des Lauftreffs bleibt von Gewittern und Schauern verschont. Von Beate Gostincar-Walther

Der Blick über den Spiegelteich verschwimmt, die Luft ist diesig, von dräuenden Gewittern jedoch keine Spur - am Sonntag kann der 8. Schloss-Lauf ungestört seinen Lauf nehmen. Rund um Schloss Benrath herrscht Volksfeststimmung: Sportler und Schaulustige genießen das Ereignis, das der Lauftreff Süd zusammen mit der Stiftung Schloss und Park Benrath veranstaltet. Auf der Freitreppe beim Schlossteich warten die Siegerpokale. "Wir sind bei 1860 Teilnehmern, erwarten aber noch Nachmelder. Da werden wir sicher die 2000er-Marke knacken", erklärt Rolf Pommerenke, Vorsitzender des Lauftreffs Süd stolz einen Teilnehmerrekord.

Allein beim Bambini-Lauf über die Distanz von 400 Meter gehen 348 Kinder an den Start. Mit rund einhundert Ehrenamtlichen sei der Verein seit sechs Uhr vor Ort. Der begeisterte Marathonläufer ist seit seiner Verletzung zu Beginn des Jahres (RP berichtete im Januar) nicht in Lauf-Form, aber die Stimmung am heutigen Tag macht offenbar einiges wett. Eine Percussion-Gruppe heizt den Teilnehmern des Jedermann-Laufs über fünf Kilometer kräftig ein. Derweil stehen am Start- und Zielpunkt am Schlossweiher die 10-Kilometer-Läufer Schlange - um 11 Uhr geht es los. "Das ist für uns ein Testlauf für den Halbmarathon in Leverkusen", erklärt Hartmut Baur aus Monheim. Vor zwei Jahren begann er mit seiner Frau Silvia den Laufsport, er wurde für beide zur Passion. "Aktuell trainieren wir drei Mal in der Woche", verrät Silvia Baur. Zehn Kilometer und eine halbe Stunde später laufen die Ersten ins Ziel: Bastian Rodowski aus Leverkusen strahlt, er kann mit einer Zeit von 35 Minuten und 23 Sekunden die erste Stufe der Siegertreppe besteigen. Als Zweitschnellste folgt Inga Hundeborn mit 36 Minuten und 17 Sekunden. Jochen Jakoby (Dritter) und Spencer Habel (Vierter) liegen ebenfalls unter 40 Minuten. "Ich komme aus einer Sport-Familie, war aber zum Fußballspielen nicht gescheit genug", meint der Sieger lachend. Die Witterung sei für ihn kein Problem, vielmehr das Tempo. "Es war schwierig, es in der zweiten Runde beizubehalten, weil ich allein vornweg lief", erklärt Rodowski. Andreas Knipping von SFG 75, der beim Jedermann-Lauf als Dritter ins Ziel ging, ist "witterungsgeschädigt". Er zeigt auf sein geschundenes Knie und meint: "Es ist überall ganz schön glitschig vom vielen Regen".

"Wir haben nie über Gewitter diskutieren müssen, es war heute das erste Mal", gesteht Dieter Poßberg vom Lauftreff. In den Vorjahren habe es keinen Anlass dazu gegeben, deshalb sei auch kein Plan B ausgearbeitet, wenn der Himmel seine Schleusen öffne. Doch der bleibt dem erfolgreichen sportlichen Event gewogen.

Quelle: RP
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