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Benrath
Vorarbeiten für Filteranlage beginnen im Schlosspark

Benrath. Belastetes Grundwasser wird ab Herbst gereinigt; es gibt Sperrungen für Fußgänger und Radfahrer.

Eigentlich sollte die Anlage zur Sanierung einer Grundwasserverunreinigung mit chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW) schon im vergangenen Frühjahr errichtet werden. Doch erst am heutigen Dienstag beginnen auf einem Lagerplatz südlich des Marstalls im Schlosspark Benrath die dafür notwendigen Vorarbeiten. Voraussichtlich Anfang September sollen sie abgeschlossen sein. Im Anschluss daran beginnt der Betrieb der Anlage, berichtete die Stadtverwaltung gestern.

In Benrath werden dann bis zu 90 Kubikmeter verunreinigtes Grundwasser pro Stunde aus einem nahe gelegenen Brunnen gefördert und über eine wenige Meter lange unterirdische Rohrleitung bis zur Sanierungsanlage gepumpt. Nach dem Durchfließen eines Mehrschicht-Kiesfilters werden die CKW über Aktivkohlefilter ausgefiltert. Das gereinigte Grundwasser wird anschließend über eine unterirdische Rohrleitung in die etwa 60 Meter entfernte Itter eingeleitet.

Während der Bauarbeiten sei zeitweise mit einem erhöhten Fahrzeugaufkommen im Schlosspark zu rechnen, unterrichtet die Stadt gestern per Pressemitteilung. Für den parallel zur Urdenbacher Allee verlaufenden Schul- und Radweg wird laut Stadt eine Umleitung eingerichtet. Weiterhin ist mit temporären Einschränkungen der Zugänglichkeit am Parterregarten über den parallel zur Urdenbacher Allee verlaufenden Radweg zu rechnen.

Die Grundwasserverunreinigung resultiert aus verschiedenen Einträgen von CKW in Hilden und Düsseldorf - insgesamt waren es vier Stellen. Chlorierte Kohlenwasserstoffe wurden früher in der Industrie für die Entfettung von Metallteilen eingesetzt sowie für die Reinigung von Textilien. Die Verunreinigungen haben sich laut Umweltamt zu der vorliegenden Gesamtverunreinigung von drei Kilometern Länge und bis zu 900 Metern Breite überlagert. Die neue Anlage stellt das vierte Projekt zur Sanierung der Gesamtverunreinigung dar.

Im Jahr 2010 sind bereits drei Sanierungseinrichtungen auf Hildener und Düsseldorfer Stadtgebiet in Betrieb gegangen, die seither kontinuierlich betrieben werden und bereits zu einer deutlichen Verringerung der Grundwasserverunreinigung geführt haben.

Die Maßnahme kostet insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Wenn die Anlage ans Netz gegangen ist, soll sie über etwa 15 Jahre ihren Dienst versehen. Damit die Anlage den Besuchern nicht so ins Auge fällt, wird sie - anders als etwa in Hilden - in einem Grauton gestrichen. Bei einem Informationsabend der Stadt im Sommer vergangenen Jahres hatten sich nicht eben viele Bürger an dem Thema interessiert gezeigt.

(rö)
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