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Benrath
Zuspruch für nächtliche Park-Schließung

Benrath. Die RP-Leser, die sich gestern am Telefon und per E-Mail gemeldet haben, sind sich einig: Um den Benrather Schlosspark vor Vandalismus-Schäden zu schützen, sollte er ab 22 Uhr nicht mehr öffentlich zugänglich sein. Von Andrea Röhrig

Gestern hatten wir unsere Leser aufgerufen, uns zu schreiben, ob sie wegen der Menge an Vandalismus-Schäden - aktuell sind beispielsweise vier Holzbänke von der Fächerallee zur Reparatur nach mutwilligen Beschädigungen beim Gartenamt - eine nächtliche Schließung des Benrather Schlossparks für sinnvoll halten. Hier einige Reaktionen im Überblick: Karin Pacholski "Ich bin sehr dafür, den Park nachts zu schließen. Ich wohne nebenan und kann von mir aus in den Park sehen. Was meinen Sie, was ich dabei schon alles gesehen habe; sogar Leute, die auf den Büsten herumgeklettert sind. Nachts sind doch sowieso nur Leute im Park unterwegs, die nichts gutes im Schilde führen. Als es früher den Park-Wächter mit seinem Schäferhund gegeben hat, da wäre so was nicht passiert. Das Tier hat beispielsweise auch Radfahrer angebellt, die durch den Park radelten."

Klaus Wieland "Ich bin ein geborener Benrather und fände es ganz wichtig, dass der Schlosspark um 22 Uhr geschlossen wird." Heidi Gerhardt "Ich wohne in Urdenbach und bin gerne und häufig im Park. Mir fällt auf, dass es viel mehr Vermüllung und Vandalismus gibt. Also wäre ich sehr für die nächtliche Schließung." Barbara Siefert "Was sich im Park an Müll und Beschädigungen abspielt, das kann alles gar nicht mehr wahr sein. Wie oft sehe ich, dass die Bänke zugemüllt und oder zerkratzt sind. Man sollte ihn ab 22 Uhr schließen. Es hat sich doch während des Weihnachtsmarktes am Schloss gut bewährt, dass dann der Vorplatz nachts geschlossen bleibt." Brunhilde Bolz "Ich lebe in der Seniorenresidenz Haus Schlosspark und bin eigentlich fast täglich im Schlosspark. Und auch fast täglich sehe ich Beschädigungen, etwa, dass Bänke in den Spiegelweiher geworfen wurden. Ich bin überzeugt, dass das randalierende Jugendliche sind. Deswegen sollte der Park nachts zu bleiben. Außerdem würde ich mir wünschen, dass die Bänke nicht erst an Ostern in den Park zurückkehren. Wenn das Fest spät im Jahr liegt, hat es oft schon vorher schöne Tage gegeben."

Paul Bloemer "Auch ich bin für eine nächtliche Schließung. Außerdem finde ich, dass die, die dort herumrandalieren - wenn sie denn erwischt werden - härter bestraft werden. Beispielsweise, in dem sie für ein Jahr den Führerschein abgenommen bekommen." Anruferin, Name der Redaktion bekannt "Man muss diesem Vandalismus Einhalt gebieten. Meiner Meinung nach sollte der Park im Winter ab 20 Uhr und im Sommer ab 21 Uhr geschlossen werden." Joachim Budde "Ich bin zwar dafür, dass der Park abends ab 22 Uhr geschlossen wird. Allerdings glaube ich, dass die, die dort randalieren wollen, einfach zu viele Möglichkeiten haben, trotzdem in den Park zu gelangen, etwa von der Rheinseite aus." Manfred Reppegather "Ich wohne ganz in der Nähe des Parks. Wenn man sieht, was dort inzwischen alles zerstört wird, fände ich es sehr gut, wenn der Schlosspark nachts geschlossen würde. Ein zweites Problem sind aus meiner Sicht die Radfahrer, die auch dort fahren, wo sie eigentlich nicht dürfen. Viele klingeln noch nicht mal, wenn sie an einem vorbei sausen. Das finde ich unverschämt. Ich wunder' mich, dass da noch nichts passiert ist." Helga Runne "Der Schlosspark ist doch unser Juwel. Ich lebe in Urdenbach und gehe gerne in den Schlosspark. Damit dieser uns auch noch lange erhalten bleibt, bin ich unbedingt dafür, dass er nachts abgeschlossen wird." Hermann Becker, Mitglied des Seniorenrates, sieht eine Schließung differenzierter "Die könnte Leuten sogar noch den Anreiz geben, über die Zäune zu klettern und dann unbeobachtet noch mehr Blödsinn zu machen. Ich fände es besser, wenn auch unter der Woche ein Sicherheitsdienst, am besten mit Hund, den Park regelmäßig kontrolliert. Ich glaube, das ist viel wirkungsvoller. Wenn wir vom Hegering Düsseldorf-Benrath unsere Hubertusmesse im Herbst an einem Sonntag vor dem Schloss abhalten, haben wir eine Nachtwache engagiert, die auf unsere Sachen aufpasst. Das ist leider nötig und kostet uns 120 Euro." Melina Schulze, Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Benrath und für die CDU Mitglied in der Bezirksvertretung (BV) 9 "Wenn die Stiftung Schloss und Park Benrath eine nächtliche Schließung des Schlossparks unterstützt, werde ich gerne für die nächste Sitzung der BV im September einen Antrag an die Verwaltung stellen, das zu prüfen."

Reaktionen per E-Mail: Karl-Heinz Schröder "Hier gibt es eigentlich nichts zu diskutieren, nächtliche Schließung und/oder Wachdienst für den Schlosspark sind allemal sinnvoll. Andererseits sind die Gehirne dieser "Vandalen" aber auch so gepolt, dass auch diese Maßnahmen bestimmt keine Hindernisse sind. Es muss nun schnell gehandelt werden und nicht, wie es die Gartenamtsleiterin bemerkte, quasi auf "eine politische Entscheidung" im Hinblick auf Schließung und Wachdienst zu warten. Sonst wird es wieder den "Benrather Hickhack" geben wie seinerzeit die Bepflanzung der Schlossweiherinsel."

Gerd Lösche "Schlosspark nachts abschließen." K.P. Schneidewind "Wir wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Park und werden vor allem durch gezielten Lärm von jugendlichen Randalierern gestört, an Freitagen und Samstagen manchmal die ganze Nacht. Deshalb würden wir eine Schließung befürworten und wären auch bereit, uns an den Kosten zu beteiligen." Ingrid Heydrich "Ich fände es absolut in Ordnung, wenn der Park bei Anbruch der Dunkelheit geschlossen würde. Vor dem Schloss kann man dann immer noch etwas spazieren gehen, aber die Schäden durch Vandalismus würden sicher geringer." Bernd Schäfer "Es wäre absolut richtig, nachts abzuschließen. Die Chaoten nehmen immer mehr zu. Es gibt kaum Aussicht auf Besserung. Der Park ist Bürgereigentum und muss geschützt werden. Sollte der Verein ein Sonderkonto einrichten, um Sicherheitsdienste zu bezahlen, die Kontrollfahrten durchführen und notfalls die Polizei informieren, würde ich sofort spenden, möglicherweise zusätzlich viele andere Parkbesucher auch. Bei festgestellter Sachbeschädigung und Verschmutzung sollten drastische Strafen verhängt werden. Singapur ist nicht umsonst die sauberste Stadt der Welt."

Quelle: RP
 
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