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Derendorf
Geburtstagsfrühschoppen an der Buscher Mühle

Derendorf. Der Heimatverein Derendorfer Jonges holte das wegen des NRW-Tags verschobene Mühlenfest jetzt nach. Von Sven-André Dreyer

Vielleicht ist es DJ Werner zu verdanken, dass die Regenwolken ab Montagmittag und bis in die frühen Abendstunden einen großen Bogen um die Buscher Mühle machten. Er spielte nämlich zur Eröffnung des Geburtstagsfrühschoppens der Derendorfer Jonges Nana Mouskouris "Guten Morgen, Sonnenschein" und hoffte, wie alle Beteiligten, auf besseres Wetter für die Party an der Düssel.

Und weil der nächtliche Dauerregen unter anderem den Vorplatz des historischen Gebäudes, das, so vermutet man, bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts erbaut wurde, in einen schlechten Zustand versetzte, sagte Baas Martin Meyer (42) kurzerhand auch Oberbürgermeister Thomas Geisel ab. Ursprünglich sollte der das Fest anlässlich des 60. Geburtstags der Derendorfer Jonges eröffnen. Dennoch: Weder die rund 300 Mitglieder des Heimatvereins noch deren Besucher ließen sich von dem schlechten Wetter abschrecken und kamen zahlreich zum Fest an der Mulvanystraße.

"Nachdem wir das traditionelle Mühlenfest am letzten Augustwochenende wegen der landesweiten Feiern zum NRW-Tag abgesagt hatten, wollen wir heute mit einem Frühschoppen den Geburtstag des 1956 gegründeten Vereins feiern", erklärt Meyer, der seit 2012 und in zweiter Amtszeit den ersten Vorsitzenden des Vereins stellt.

Ein Schwerpunkt in der Arbeit des Heimatvereins ist seit seiner Gründung ebenjene Mühle. Obwohl sie nach heutigen Stadtteilgrenzen in Düsseltal liegt, war der Derendorfer Verein immer um den Erhalt der letzten Mühle auf Düsseldorfer Stadtgebiet bemüht. Bei vielen Vereinsaktionen steht die Erinnerung an diese historisch zu Derendorf gehörende Wassermühle im Vordergrund.

Anlässlich der Geburtstagsfeier an der nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg erst 1957 wieder aufgebauten Mühle probierte der Verein zudem etwas Neues aus. Während die Mühlenfeste gewöhnlich nur für die Vereinsmitglieder stattfinden und diese auch die Verpflegung ihrer Gäste übernehmen, kümmerte sich nun erstmals ein Caterer um die Bewirtung der öffentlichen Veranstaltung. "Heute sollen auch die Vereinsmitglieder nicht arbeiten müssen und sich voll und ganz auf das Fest konzentrieren können", erklärt Meyer das neue Konzept. Die Ausnahme bilden die Mitglieder des "Fohlentisches", der jungen Tischgesellschaft des Vereins, der trotz seines Alters auch Martin Meyer angehört: "Die jungen Mitglieder des Vereins sind, auch das hat mittlerweile Tradition, auf unseren Veranstaltungen stets am Getränkepavillon tätig", sagt Meyer. "Für uns alle ein Experiment." Das aber hat erfolgreich funktioniert.

(sdr)
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