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Eller
Viele Wünsche für neues Wohngebiet in Eller

Eller. Auf der inzwischen ungenutzten Fläche zwischen Jäger- und Festenbergstraße soll ein Wohnquartier entstehen. Von Nicole Kampe

Ungenutzt ist das Gelände zwischen Jägerstraße, Festenbergstraße und dem Parkplatz an den Gleisen des S-Bahnhofs Eller Mitte seit vielen Jahren. Weil im nördlichen und östlichen Bereich Wohngebiete anschließen, wollen die WohnRaumGesellschaft und deren Investorenpartner die Fläche umnutzen, auf dem ehemaligen Gewerbegelände ein innerstädtisches Wohnquartier schaffen. Dazu hat es jetzt ein erstes Workshopverfahren gegeben, an dem vor allem Anwohner und Stadtteilpolitiker teilgenommen haben. Dagmar von Dahlen (CDU) aus der Bezirksvertretung 8 war positiv überrascht vom Konzept, "wie beim Speeddating konnten alle Besucher zu allen Themen etwas sagen", erzählt sie. "Alle 15 Minuten ertönte ein Gong, dann wurde gewechselt", erklärt von Dahlen das Prinzip. Verschiedene Kategorien hat es gegeben - darunter Mobilität, Emissionen, Wohnen - viele Anregungen haben die Architekten angenommen. Zum Beispiel, dass sich viele Elleraner eine Erschließung von der Richardstraße durch das neue Wohngebiet für Fußgänger und Radfahrer zur S-Bahnstation Eller Mitte wünschen.

Flexible Wohnungsgrößen regten andere Teilnehmern des Verfahrens an, zwischen einem bis fünf Räume sollten die Einheiten haben, "manche würden gerne die Möglichkeit haben, Wohnungen zusammenzulegen", sagt von Dahlen. Viel qualitativ hochwertiges Grün und Mehrgenerationen-Freiflächen sollten unbedingt umgesetzt werden, wenn es nach den Elleranern geht, Dagmar von Dahlen selbst regte eine lockere Bebauung an. Das Thema Tiefgarage sei schon jetzt ein schwieriges gewesen, bezahlbar soll das Wohnquartier nämlich sein - 40 Prozent öffentlich gefördert, der Rest unter zehn Euro pro Quadratmeter. Entsprechend würden Menschen dort einziehen, die kein Geld für einen Stellplatz ausgeben wollen, "so hat man es mir gesagt, der Parkdruck an der Jägerhofstraße ist aber jetzt schon sehr groß". Einen Erdaushub müsse es aber geben auf dem Gelände, belastet ist es teilweise. Dadurch wird die Bebauung zu einer Herausforderung, außerdem hat das Gewerbegebiet im Westen Bestandsschutz. "Zuschnitte, Hochspannungsleitung, Bahngleise kommen dazu", weiß von Dahlen, die gespannt ist, was die drei Architekturbüros aus den Anregungen machen. Konrath und Wennemar, RKW und Urban Agency sowie Planquadrat wollen die Ergebnisse Anfang Februar vorstellen. Dazu sind die Teilnehmer und die Politiker wieder eingeladen.

Quelle: RP
 
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