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Garath/Hellerhof
Gemeindehaus-Entwurf kommt gut an

Garath/Hellerhof: Gemeindehaus-Entwurf kommt gut an
Zahlreiche Interessierte, wie Stanislaw Nogowski (r.), hier im Gespräch mit Heinz Boeken, kamen ins Johanneshaus, um sich die Pläne anzusehen. FOTO: Olaf Staschik
Garath/Hellerhof. Wenn alles nach Plan läuft, könnte mit dem Bau des Zentrums von St. Matthäus auf dem Gelände um den Goldenen Ring schon im nächsten Jahr begonnen werden. Doch es gibt noch einige Hürden zu überwinden. Von Birgit Wanninger

Das Interesse an dem geplanten Bau des Gemeindezentrums von St. Matthäus ist groß. Immer wieder kamen gestern Gemeindemitglieder ins Johanneshaus in Hellerhof, um sich die vier Pläne des Architektenwettbewerbs anzusehen.

Heinz Boeken, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, erklärte den Interessierten immer wieder die einzelnen Modelle - und in erster Linie den Sieger-Entwurf. Das Modell des Kölner Architekten Peter Böhm hatte die zwölfköpfige Jury, die hochkarätig mit Stadtplanern und Architekten besetzt war, ausgewählt.

Marianne Klapprott findet den Entwurf sehr schön. "Das ist stimmig", meint sie. Böhm hat das Gemeindezentrum anders als seine Konkurrenten geplant. Denn dort wo noch die Bauruine des "Goldenen Ring" steht, soll künftig das Gemeindehaus stehen. "Wer also von der Kirche kommt, gelangt so direkt zum Gemeindezentrum", stellt auch Stanislaw Nogowski zustimmend fest. "Und auf dem verwilderten Pfarrgarten sollen dann drei Pfarrwohnungen entstehen", sagt Klapprott. Das gefällt beiden.

Eine weitere Interessierte kommt hinzu. Sie schaut sich die Pläne an und sagt: "Zunächst wollte Gottfried Böhm, der Architekt der Kirche und des Hildegardisheims, seine Genehmigung für den Bau nicht erteilen. Und nun gewinnt sein Sohn den Wettbewerb", sagt sie. "Ist ja schon komisch", fügt sie hinzu.

Doch der Entwurf wird von allen Seiten gelobt. Diese Erfahrung hat auf Fred Puck, Vorsitzender der BIG, gemacht. Er ist sozusagen Nachbar der Kirchengemeinde, führt er doch schräg gegenüber der Brandruine sein Geschäft. "Ich habe nur Positives gehört", sagt er. Und wenn der Bau tatsächlich so kommt wie geplant, dann sei das eine Aufwertung für den Stadtteil Garath Süd-West. Davon ist Puck überzeugt.

Boeken geht davon aus, schon bald mit dem Architekten in die Vorplanung zu gegen. Noch in diesem Jahr möchte er im Namen des Kirchenvorstands die Nachbarn einladen und ihnen die konkreten Pläne vorstellen. Mit den direkten Nachbarn, so Boeken, habe er schon gesprochen. Dann hofft er auf die Baugenehmigung und die erforderliche Befreiung für die Nutzung.

Bis es allerdings soweit ist, sind noch einige Hürden zu überwinden. Peter Ries, Mitglied der Bezirksvertretung 10 (Freie Wähler); ist die Bauruine seit langem ein Dorn im Auge. Und auch jetzt bleibt er skeptisch. "Erst kommen die Anträge, dann muss die Stadt die Baugenehmigung erteilen, und, und, und. Das kann dauern", sagt er. "Ich wünsche mir ja, dass es bald klappt, aber ich kann nicht so recht dran glauben - erst wenn die Abrissbirne kommt", sagt er.

Zunächst muss die Bezirksvertretung eine Befreiung für die Nutzung des Grundstücks erteilen. "Das ist eine rechtliche und keine politische Entscheidung", sagt Bezirksbürgermeister Uwe Sievers (SPD), der lange Zeit als Verwaltungsrichter über Bausachen entschied.

Seines Erachtens hat sich die Jury, der auch er angehörte, für den Entwurf mit den größten Hindernissen entschieden. "Der derzeitige Bebauungsplan sieht Wohnungen und Läden anstelle der Bauruine Goldener Ring vor", sagt er - nicht das Gemeindezentrum, das müsste eigentlich auf die Grünfläche, wo Peter Böhm jedoch die Wohnungen plant. Aber gerade diese Konstellation, und vor allem der direkte Weg von der Kirche zum Gemeindezentrum hat die Jury überzeugt, erklärt Boeken.

Er gibt sich optimistisch und glaubt, dass schon im nächsten Jahr die Bauarbeiten beginnen können. "Mein Wunsch ist es, schon 2018 in das neue Gemeindezentrum einziehen zu können", sagt er.

Quelle: RP
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