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Gerresheim
Im Einsatz für den Spielplatz

Gerresheim. Seit 15 Jahren kümmern sich Mütter um den Spielplatz an der Diepenstraße. Derzeit fehlt es noch an Spielgeräten für ältere Kinder. Von Oliver Burwig

Einer Sache ist sich Petra Sobotka sicher: Damit der Nachbarschaftspark Diepenstraße seinen Namen wirklich verdient, ist noch einiges Engagement nötig. Gemeinsam mit anderen Müttern kümmert sie sich in einer Initiative darum, den Spielplatz an der Josef-Neuberger-Straße und den umliegenden Park sauber und für Familien mit kleinen und größeren Kindern attraktiv zu halten. Das große Ziel ist es jedoch, alle Generationen im Park zusammen zu bringen.

Als Sobotka im Jahr 2000 mit ihrem damals zweijährigen Sohn Markus auf den Spielplatz kam, hatte dieser außer einem Sandkasten und einzelnen Spielgeräten noch nicht viel zu bieten. Die 46-Jährige entschloss sich, mehr daraus zu machen. Gemeinsam mit Irene Kämpf, die sie beim regelmäßigen Spielplatzbesuch mit Markus kennenlernte, begann sie, sich bei der Stadt für eine vielfältigere Spielplatzgestaltung einzusetzen. Mit einer Unterschriftenaktion unterstrichen sie und Familien aus der Nachbarschaft den Bedarf an Spielgeräten für kleinere Kinder.

"Unsere erste Errungenschaft war die Rutschbahn mit Turm", erinnert sich Sobotka. Die sei mittlerweile schon saniert worden, versinnbildlicht jedoch noch immer den ersten Erfolg ihrer Initiative. Die Spende eines Unternehmens an das Jugendamt brachte kurz darauf eine Sprechanlage aus unterirdischen Rohren, eine weitere Unterschriftenaktion den Bau des Seilklettergerüstes für größere Kinder. Mittlerweile gibt es auch eine große Wippe, Schaukeltiere und Tische und Bänke für die Eltern. Das Highlight des Spielplatzes sind die bis unter das Dach mit Buddelspielzeug, Pedalos, Hüpfbällen und anderen Spielsachen gefüllten Container, für die jedes Mitglied der Initiative einen Schlüssel hat.

"Wir brauchen dringend noch eine Schaukel für die Größeren", betont Sobotka. Regelmäßig stünden auch zehn- bis zwölfjährige Kinder Schlange vor der kleinen Schaukel, deren Sitz nur wenige Zentimeter über dem Boden hängt. Zudem wünscht Sobotka sich auch noch weitere Spielgeräte speziell für Kleinkinder: "Da muss etwas passieren." Bevor der Spielplatz im Park wuchs, habe es in der Umgebung "insgesamt wenig" Spielmöglichkeiten gegeben. Die zwei kleineren Spielplätze an der Josef-Neuberger-Straße lagen und liegen auf Privatgelände.

Heute freut sich Sobotka über den Spielplatz im Grünen, bezeichnet ihn als "Naturspielplatz". "Der Pluspunkt ist die Bewegungsfreiheit, die Kinder hier haben." Auch die Hundebesitzer hätten mittlerweile gelernt, ihre Tiere nicht mehr frei herumlaufen zu lassen oder den Sandkasten als "Hundeklo" zu benutzen. "Das war früher viel schlimmer", sagt Sobotka. Woher die Besserung gekommen sei? Die Spielplatz-Aktivistin lächelt: "Wir sind hier ja schon einige Zeit aktiv."

Neben dem Jubiläumsfest für das 15-jährige Bestehen der Initiative am Sonntag planen Sobotka und die anderen Mütter Großes für das kommende Jahr: "Wir suchen noch Sponsoren, die uns bei einer Veranstaltungsreihe zum Thema Natur unterstützen." Das "Nachbarschaftscafé", das an wechselnden Orten zu Kaffee und Kuchen unter freiem Himmel einlädt, sei eine weitere Möglichkeit, Nachbarn zu verbinden. "Kinder können ein Streitpunkt sein, wenn sich Eltern und Nachbarn nicht verstehen", sagt Tina Moser, seit acht Jahren in der Initiative. Durch Veranstaltungen im Park sei eine Vernetzung möglich, die aus der Nachbarschaft eine Gemeinschaft mache.

Quelle: RP
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