| 00.00 Uhr

Gerresheim
Lager kommt weg, der Wasserturm bleibt

Gerresheim. Die Arbeiten für den letzten oberirdischen Abbruch auf dem Gelände der früheren Gerresheimer Glashütte beginnen.

Die Entwicklung des Glasmacherviertels und damit von rund 1500 Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Gerresheimer Glashütte schreitet voran. Jetzt beginnen die Abbrucharbeiten am ehemaligen Kartonagenlager. Der gläserne Wasserturm, einst Wahrzeichen der Glashütte, bleibt erhalten. Der Rückbau, der aktuell vorbereitet wird, betrifft ausschließlich das ehemalige Kartonagenlager, das zu einem geringen Teil als konstruktive Stütze des denkmalgeschützten Wasserturms dient.

Die Lagerhalle, die jetzt noch eine Fläche von 3600 Quadratmeter bedeckt, wird zu rund 85 Prozent abgebrochen. Um den Erhalt des gläsernen Wasserturms zu sichern, bleibt jener Gebäudeteil stehen, der die Statik des Turms sichert. Die Stahlkonstruktion unter dem Turm wird zudem verstärkt. Am Ende der Arbeiten steht der Unterbau auf rund 500 Quadratmetern. Die Grundfläche des quadratisch angelegten 50 Meter hohen Turms beträgt 127 Quadratmeter.

Zu Beginn des Abbruchs wird die 16 Meter hohe dreigeschossige Halle mit Schneidbrennern quasi "zersägt", um anschließend von Spezialbaggern niedergerissen zu werden. Insgesamt wird der Rückbau etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Nach vielen Anregungen aus Gerresheim waren Nutzungsalternativen für den Stahlfachwerkbau intensiv geprüft worden. Mit eindeutigem Ergebnis - Gudrun Piesczek, beim Bauherr Patrizia Projektleiterin für die Entwicklung des Glasmacherviertels, erklärt: "Die Konstruktion der Halle aus dem Jahr 1966 mit zahlreichen Stützpfeilern im Innern des Gebäudes lässt es nicht zu, den alten Baukörper sinnvoll neuen Verwendungszwecken zuzuführen." Weitere Informationen finden sich unter www.glasmacherviertel.de.

(arc)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Gerresheim: Lager kommt weg, der Wasserturm bleibt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.