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Gerresheim
Wenn der Postmann krank zu Hause bleibt

Gerresheim. Udo Michalczik wartet auf ein Paket. Als der Mitarbeiter von DHL kommt, ist der Gerresheimer zu Hause, "geklingelt hat er aber nicht", schwört Michalczik. Stattdessen findet er die bekannte Mitteilungskarte im Briefkasten vor. Nicht schlimm, denkt sich der Mann, "fahre ich halt am nächsten Tag zur Post". Gesagt getan, doch einen Tag später steht er an der Märkischen Straße vor der verschlossenen Filiale. Auf einem Zettel, der an der Tür klebt, ist zu lesen: "Die Filiale ist kurzfristig geschlossen."

"Ich habe zunächst an einen Überfall gedacht", sagt Michalczik, der es am späten Nachmittag noch einmal versucht. Die Post ist immer noch dicht, zwischendurch sei sie wohl mal auf gewesen, wird ihm auf der Straße mitgeteilt, jetzt sei sie aber eben wieder zu. Immerhin ein neuer Zettel: "Wir sind morgen ab 8.30 Uhr wieder für Sie da." Das klingt nach normalen Öffnungszeiten (also bis 18 Uhr). Als Michalczik am nächsten Tag um 17 Uhr einen weiteren Versuch startet, steht er, man ahnt es, erneut vor verschlossener Tür. Immerhin fängt er einen Postbank-Mitarbeiter ab, der sagt, einer vom Schalter sei wohl krank, ein anderer im Urlaub, daher das Chaos. Er gibt Michalczik seine Visitenkarte. Am nächsten Morgen ruft der Gerresheimer an, fragt, ob denn heute geöffnet sei. Ja, aber wohl nur bis 13.45 Uhr, lautet die Auskunft. Es ist 12 Uhr, Michalczik beeilt sich und, ja, er hat sein Paket bekommen. Dennoch fragt er sich: "Ist das denn hier eine Pommesbude?"

Das nun nicht, heißt es von der in diesem Fall zuständigen Postbank, "aber aktuell verzeichnen wir in unserem Finanzcenter in Gerresheim einen unerwartet hohen Krankenstand, so dass wir temporär schließen mussten". Inzwischen sei die Filiale aber wieder "vollumfänglich" geöffnet.

(arc)
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