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Hafen
Bürger ärgern sich über kaputten Gehweg

Bürger ärgern sich über kaputten Gehweg
Das Pflaster vor den Gehry-Bauten im Medienhafen ist holprig und häufig geflickt. Jetzt muss auch die angrenzende Hafenmauer für rund fünf Millionen Euro erneuert werden. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Hafen. Die holprige und notdürftig geflickte Fläche im Medienhafen vor den Gehry-Bauten sorgt für Kritik. Jetzt soll auch die dortige Kaimauer für fünf Millionen Euro restauriert werden. Von Thorsten Breitkopf

Der holprige und defekte Gehweg am Neuen Zollhof sorgt für Unmut bei vielen Lesern unserer Zeitung. Im Bereich zwischen den Gehry-Bauten und der Wasserkante des Medienhafens ist auf der gesamten Fläche lediglich notdürftig geflickt. Grund sind laut Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, Setzungen der Tiefgarage, die das gesamte Grundstück einnimmt.

"Das Pflaster an den Gehry-Bauten ist als integraler Bestandteil der Gesamtarchitektur zu sehen. Umso mehr ist der desaströse Zustand ein Skandal", schreibt RP-Leser Gerd Seifert und stellt die Frage: "Was würde Herr Gehry dazu sagen, wenn ihm dieser Umstand bekannt wäre?" Und der Platz vor den Gehrybauten sei kein Einzelfall. Auch am Rathausvorplatz werde das Pflaster aufgerissen und dann zugeteert, ebenso an der Schadowstraße oder in der Altstadt. "Warum wird der Originalzustand des Pflasters nicht sofort wiederhergestellt? Die Steine liegen doch dort", fragt Seifert. Die Stadtverwaltung könnte, so seine Idee, einen "Pflasterscout" ernennen, der Kontrollgänge durchführt.

Das sieht auch Leser Niklas Joseph so: "Es ist wirklich eine Schande und eine Blamage, dass diese architektonischen Diamanten unserer Stadt von solch einem hässlichen Flickenteppich umgeben sind." Löcher würden lieblos zugeteert und Stolperkanten verbleiben schon seit Jahren. Und Doris Münnekhoff-Bellot aus Gerresheim meint: "Nicht nur der Platz vor den Gehry-Bauten ist trostlos, das gilt für die gesamte Bepflasterung rund um das Hafenbecken, das insbesondere an sonnenlosen Tagen einen wenig ansprechenden, ja sogar toten Eindruck macht, trotz aller Bemühungen diese konzeptlose Aneinanderreihung architektonischer mehr oder gar nicht gelungener Bauten schön zu reden." Sie stellt die Frage, warum man dort nicht "motivisch gelungene Pflaster der oberen Rheinpromenade gelegt und Grün gepflanzt" hat.

An gleicher Stelle wird es bald eine größere Baustelle geben. Die Sanierung der mehr als 100 Jahre alten Uferwand im Zollhafen ist erforderlich, da sie im unteren Mauerbereich erhebliche Schäden aufweist. Vor die 290 Meter lange Betonwand soll eine neue Stahlspundwand gebaut werden. Die Kosten veranschlagt die Stadt auf knapp fünf Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2016 beginnen und rund sechs Monate dauern.

Quelle: RP
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