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Hassels
Fest der Werkstatt für angepasste Arbeit

Hassels. Beim Gang durch die Abteilungen der Werkstatt für angepasste Arbeit (WfaA) an der Marienburger Straße, weiß Geschäftsführer Thomas Schilder über jeden seiner Mitarbeiter ein paar Sätze zu erzählen: Dieser arbeite seit 35 Jahren hier und jener sei als sehr fleißig bekannt, auch wenn er gerade ein Päuschen mache. Dabei macht es für ihn keinen Unterschied, ob sein Gegenüber eine Einschränkung hat oder nicht. 400 Mitarbeiter sind es am Hauptstandort der WfaA - zugleich auch der Stammsitz der gemeinnützigen Gesellschaft. Inzwischen arbeiten 1800 Menschen - davon 1500 mit Behinderung an den acht Standorten. Der jüngste wurde am 23. April an der Theodorstraße in Rath eröffnet, die Betriebsstätte Im Liefeld dafür geschlossen. Von Andrea Röhrig

Vor genau 40 Jahren wurde in Hassels die Arbeit aufgenommen, mit damals 240 Beschäftigten. Die Planungen für diesen Ort, an dem Menschen mit Behinderungen in einem geschützten Raum durch Arbeit am normalen Leben teilhaben können, begannen bereits 1972. Die Stadt, der Spastikerverein und die Lebenshilfe erstellten ein Konzept. An dem arbeitete auch der damalige Leiter des Düsseldorfer Sozialamtes, Richard Isselhorst, mit; er wurde der erste Geschäftsführer des Unternehmens. Von damals bis heute hat die WfaA eine interessante Entwicklung gemacht. Liest man sich ein wenig in die Geschichte ein, stößt man auf viele Projekte, die im Laufe der Jahre hinzugekommen oder weggefallen sind.

Der Schilder-Shop wurde 2012 geschlossen, wie auch die "Kikerenn-Läden" zugunsten der großen "Spielwelt" in den Düsseldorfer Arcaden aufgegeben. 1994 wurde das Café Südpark eröffnet. Eines der Projekte, mit der es der Werkstatt am besten gelingt, Menschen mit und ohne Behinderung zueinanderzuführen. Das wäre auch Schilders Wunsch für das Sommerfest mit dem kombinierten Tag der offenen Tür am Samstag, 18. Juni, mit dem das Jubiläum in der Werkstatt an der Marienburger Straße gefeiert werden soll. Die Mitarbeiter aller Standorte zeigen dabei ihr Leistungsspektrum. Es gibt Betriebsführungen, aber auch Aktionsstände für Jung und Alt sowie Groß und Klein. Auf der Bühne wird ein buntes Programm geboten, und auch für hungrige Mägen ist bestens gesorgt.

Quelle: RP
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