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Heerdt
Areal am Mühlenberg ist stark belastet

Heerdt: Areal am Mühlenberg ist stark belastet
Marco Staack und Mattes Wallenfang (v.l.) auf der verseuchten Fläche. Sie hoffen, dass wenigstens der Bauzaun (rechts) entfernt werden kann. FOTO: H.-J. Bauer
Heerdt. Die Verwaltung stellte in der Bezirksvertretung das Ergebnis der Schadstoffmessungen vor. Von Heide-Ines Willner

Im zweiten Halbjahr 2013 wurden umfangreiche Bohrarbeiten auf dem Gelände der eingezäunten Grundstücksfläche "Am Mühlenberg" vorgenommen. Nach Mahnungen durch die gleichnamige Bürgerinitiative und zuletzt der Bezirksvertretung 4, legte die Verwaltung nun die umfangreichen Ergebnisse von 300 Boden-, Luft- und Grundwasserproben vor.

Demnach weist die für den Wohnungsbau vorgesehene Fläche trotz einer Teilsanierung hohe Schadstoffkonzentrationen auf. Es sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), Phenolen und diverse Schwermetalle, die bis in eine Tiefe von zwölf Metern reichen. Einige Bereiche sind mit "mächtigem teerölverunreinigtem Material verfüllt worden, das bis ins Grundwasser reicht".

Der Auslöser für die hohen Schadstoffwerte liegt lange zurück. Damals befand sich dort "Breuers Sandloch", ein Badesee für die Jugend. Später wurde er trocken gelegt und mit Generatorenschlamm aus den damaligen Stahlwerken Böhler und Krieger verfüllt. Die hohen Schadstoffwerte, die nun schriftlich vorliegen, geben der Bürgerinitiative "Am Mühlenberg" recht, wenn sie empfiehlt, den Bebauungsplan von 2006 zu ändern. Denn der sieht vor, zwischen Krefelder und Bayerstraße (Friedhof) 52 Einfamilienhäuser zu bauen. Sprecher Mattes Wallenfang: "Wir müssen nun abwarten, wie sich die Stadt verhalten wird." Eventuell könnte eine Teilfläche des Areals bebaut werden. Die Initiative bleibe aber bei ihrem Wunsch, größtenteils auf dem Areal eine gärtnerische Grünfläche anzulegen.

Die linksrheinischen Bezirksvertreter regten erneut an, den Bauzaun, der das Gebiet von den Wohnhäusern Am Mühlenberg abschottet, zu entfernen oder wenigstens zurückzusetzen. Ein erster Versuch war im vergangenen Jahr gescheitert, weil die Verwaltung nicht mitzog. Der Zaun sollte aus Sicherheitsgründen bleiben, wo er ist.

Quelle: RP
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