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Kalkum
Neue Angebote für die Kalkumer

Kalkum. In Kalkum haben nun ein Sportzentrum und ein Restaurant eröffnet. Aber auch sonst bewegt sich viel im Stadtteil. Von Julia Brabeck

Kalkum ist ein Stadtteil, der nicht gerade mit einer Infrastruktur verwöhnt ist. Doch seit einigen Monaten tut sich etwas in dem Dorf mit seinen rund 2000 Einwohnern. Bauprojekte wurden abgeschlossen, neue Unternehmen haben sich angesiedelt oder planen Angebote, Vereine haben neue Ideen entwickelt, um mehr Mitglieder oder Gäste zu gewinnen. Ein Überblick über die Entwicklungen:

Für das leerstehende Schloss Kalkum gibt es ernsthafte Kauf-Interessenten. Der Unteren Denkmalbehörde wurden im Frühjahr drei Nutzungskonzepte vorgestellt, von denen zumindest eines, die Einrichtung eines Museums mit Archiv, möglicherweise umsetzbar wäre. Der Innenhof soll aber weiterhin für die traditionsreichen Veranstaltungen im Ort, die Schützen- und Martinsfeste, geöffnet bleiben.

Das über Monate geschlossene Restaurant Freemann, die einzige Gaststätte im Ort, hat seit vergangener Woche wieder abends geöffnet. Im Januar wird dann auch der Bistrobetrieb am Mittag folgen und es ab 7 Uhr die Möglichkeit zum Frühstücken geben. Zudem gibt es für Kalkum ein neues Angebot bei Freemann. "Wir werden sieben Tage die Woche ab 7 Uhr einen Außerhausverkauf anbieten. Dort können beispielsweise frische Säfte, Kaffee, Brot und Brötchen gekauft werden", sagt Pächter Ciro Colella. Das ist ein großer Gewinn für den Stadtteil, in dem es sonst keinen Laden, Wochenmarkt oder Kiosk gibt.

Nach Abschluss der jahrelangen Kanalbauarbeiten konnte der lange gewünschte Dorfplatz als neuer Ortsmittelpunkt endlich mit vielen Bänken und Tischen realisiert werden. Er soll im Frühjahr offiziell eröffnet werden. Rund 110.000 Euro wurden investiert. Und für das Grundstück neben der Gaststätte Freemann wurde ein Bauantrag für ein großes Kinderkulturhaus genehmigt. In dem zweigeschossigen Neubau mit 700 Quadratmetern Nutzfläche sollen ab Ende 2016 unter anderem Angebote in den Bereichen Kreativität, Musik, Bewegung, Sprachen und Theater gemacht werden.

Vor einigen Tagen hat zudem auf dem Reiterhof Hoffmann an der Edmund-Bertrams-Straße Julia Corsten den Sportclub "Sportzeit Nord" eröffnet und ist dabei auf ein großes Interesse gestoßen. Mit gleich 14 Kursen konnte das Unternehmen starten. "Besonders stark nachgefragt werden Selbstverteidigungskurse und Kickboxen für Kinder sowie Zumba, Zirkeltraining, Yoga und Bodyfit für Erwachsene", sagt Corsten. "Anscheinend hat so etwas im Norden von Düsseldorf noch gefehlt." Die Geschäftsführerin möchte nach und nach ihr Angebot ausbauen, ab Januar etwa Tanz für Kinder ab drei Jahren anbieten. "An diesem Standort haben wir tolle Möglichkeiten. Wir können auch im Freien Programme wie Lauftraining durchführen, sind schnell an schönen Orten." Auch in dem Fitnessraum selbst genießt der Sportler eine schöne Aussicht, denn die Fenster in dem Fachwerkbau sind zum Lambertussee hin ausgerichtet.

Bestehende Kalkumer Vereine haben neue Konzepte entwickelt. Die Freiwillige Feuerwehr beispielsweise hat eine ungewöhnliche Werbekampagne mit Flyern, Plakaten und Aktionstagen durchgeführt und so neue Mitglieder gewonnen. Und auch eine Arbeitsgruppe der St.-Sebastianus-Bruderschaft hat zwei Jahre lang Ideen entwickelt, wie das große Schützenfest in Kalkum noch stärker eine Feier für die gesamte Familie werden kann. Damit soll das traditionsreiche Fest für die Zukunft gesichert werden.

Quelle: RP
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