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Mörsenbroich
Gewerbegebiet soll aufgewertet werden

Mörsenbroich. Ein Gutachterverfahren soll optimale Strukturen in die Entwicklung rund um den Vogelsanger Weg bringen. Von Julia Brabeck

In die Entwicklung des circa 27 Hektar großen Areals rund um den Vogelsanger Weg kommt weitere Bewegung. So sollen in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung 6 die Lokalpolitiker über die Vorgaben eines Gutachterverfahrens abstimmen. Mehrere Planungsteams werden danach städtebauliche Konzepte erarbeiten, die die verschiedenen Belange aller Beteiligten berücksichtigen sollen. Aus dem überwiegend gewerblich genutzten Gebiet soll ein urbanes Mischgebiet werden. Es gehe nicht darum, aus dem bestehende Gewerbegebiet in wenigen Jahren ein Wohngebiet zu machen, heißt es in der Wettbewerbsausschreibung, sondern mit den eingereichten Arbeiten solle ein Beitrag dazu geleistet werden, ein verträgliches und innovatives Nebeneinander von Gewerbe und Wohnen zu gestalten.

Dafür müssen die Planer viele Faktoren und Wünsche berücksichtigen. Die erste Schwierigkeit besteht darin, ein Konzept zu entwickeln, das auch in kleinen Schritten umgesetzt werden kann, da nicht alle Flächen gleichzeitig verfügbar sind. Wohnungen sollen geschaffen, aber auch der Bürostandort soll weiterentwickelt werden. Die Grünanlagen sollen erhalten und die Nahversorgung soll gesichert werden. Rewe hat bereits für seinen Standort an der Münsterstraße 382 Interesse an einer Erweiterung bekundet. "Dies wird von der Landeshauptstadt grundsätzlich unterstützt", heißt es in der Vorlage. Gewünscht wird, dass bei den Wohnungen Angebote für ein selbstständiges Alten- und Mehrgenerationenwohnen und studentisches Wohnen integriert werden. Bei Neubauten wird eine verdichtete Bebauungsstruktur mit Mehrfamilienhäusern favorisiert. Die Gebäudehöhen könnten die vorherrschenden vier bis fünf Vollgeschosse überschreiten, wenn dies von den Planern nachvollziehbar begründet werden kann.

Im Stadtteil besteht Bedarf nach Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Schuleintritt. Auch das soll berücksichtigt werden und mindestens so viele neue Plätze geschaffen werden, wie für die Bewohner der neuen Häuser benötigt wird. Die Kleingartenanlage mit ihrem intakten Vereinswesen soll bestehen bleiben. Der Schützenplatz des St. Sebastianus Schützenvereins Derendorf, der meist als Parkplatz für Airport-Fluggäste genutzt wird, bleibt in verkleinerter Form erhalten.

Der am Ende des Verfahrens ausgewählte Siegerentwurf wird als Basis für den Bebauungsplan dienen. Zuvor werden die Planer in mehreren Schritten ihre Konzepte der Öffentlichkeit und Jury vorstellen.

Quelle: RP
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