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Pempelfort
Ampel für Blücherstraße kommt doch

Pempelfort. Nach dem Protest von Eltern der St. Rochus-Grundschule, der Schulweg ihrer Kinder sei nicht gesichert, sprechen sich die Bezirksvertreter nun unisono für eine Ampel an der Straße aus. Die Stadtverwaltung hatte das bisher abgelehnt. Von Marc Ingel

Es hat lange gedauert, zu lange für viele betroffene Eltern, doch jetzt steht eine Lösung im Konflikt um eine fehlende Ampel auf der Blücherstraße kurz bevor. Die Eltern von Schülern der St. Rochus-Grundschule, die im vergangenen Jahr ihren Standort an die Gneisenaustraße verlegt hatte, hatten genau das beklagt und die notwendige Überquerung der Blücherstraße durch eine Mehrzahl der insgesamt 180 Kinder als viel zu gefährlich kritisiert. Nicht einmal das ermahnende Straßenschild "Kinder", das Autofahrer zu besonnenem Fahren animieren soll, gebe es an dieser Stelle. Da auf der Blücherstraße jedoch unter anderem die Straßenbahnlinie 707 verkehrt, hatte die Stadt bisher Maßnahmen wie eben eine Ampel oder auch einen Zebrastreifen stets abgelehnt - die Schiene genieße Vorrang.

Inzwischen hat sich die Situation aber offensichtlich geändert und zumindest die Aufstellung einer Behelfsampel scheint machbar und von allen betroffenen Stadtteilpolitikern in der zuständigen Bezirksvertretung 1 auch gewollt zu sein. In der interfraktionellen Vorbesprechung zur letzten Sitzung hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende André Simon das Thema erstmals auf den Tisch gebracht. Simon: "Hier muss die Sicherheit der Kinder vor dem Geschwindigkeitsinteresse des ÖPNV stehen." Kurz darauf brachten Simon und Bezirksbürgermeisterin Marina Spillner (SPD) ihre jeweiligen Vorschläge zu Papier und verknüpften ihre Ideen anschließend miteinander. Die Bemühungen mündeten in einem interfraktionellen Antrag, der in der kommenden BV-Sitzung am Freitag zur Abstimmung steht.

Demnach soll die Verwaltung durch eine Bedarfsampel auf der Blücherstraße zeitnah den sicheren Schulweg für die Kinder der St. Rochus-Grundschule gewährleisten. Die Planungen sollten zudem mit Polizei, Verkehrswacht und Schulleitung abgestimmt werden. Bereits kurzfristig wird die Verwaltung aufgefordert, zum Beispiel durch eine Baustellenampel oder andere geeignete Maßnahmen, eine ungefährdete Überquerung der Blücherstraße durch die Schulkinder sicherzustellen.

In der Begründung sind auch noch einmal die Bemühungen von Eltern und Lehrern aufgeführt, mit Hilfe eines Lotsendienstes für Abhilfe zu sorgen. Da dafür allerdings bis zu acht Elternteile nötig seien, die auch nachmittags zur Verfügung stehen müssten, sei diese Idee gescheitert. "All dies steht dem pädagogischen Ansatz, dass Kinder zur Erlangung von mehr Selbstständigkeit möglichst den Schulweg auch alleine gehen sollen, entgegen", heißt es weiter. Die Folge: Zu Recht besorgte Eltern würden sich gezwungen sehen, ihre Kinder zur Schule zu bringen und abzuholen - womöglich mit dem Auto, was so natürlich nicht gewollt sei.

Bei einem Ortstermin hätten sich die Klassenpflegschaftsvertreter der Schule für eine Fußgängerampel in Höhe der Stadtbücherei ausgesprochen - was wiederum auch für die Besucher der Bücherei von Vorteil wäre. Die Schulleitung habe für die Prüfung der Standorte vor den Hausnummern 31 oder 53 votiert, da dies auch dem Bedarf der Grundschulkinder, die aus dem südlichen Bereich kommen, Rechnung tragen würde.

Quelle: RP
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