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Pempelfort
Düsseldorfer werden zur Kunst

Pempelfort. In seiner Ausstellung zeigt Hendrik Lohmann Porträts von Menschen aus der Stadt, die er zufällig getroffen hat und die alle eine Frage beanworten sollten. Von Semiha Ünlü

Wenn man sich die Fotos von Hendrik Lohmann anschaut, kann man sich kaum vorstellen, dass der Düsseldorfer etwas anderes ist als Fotograf. Und wenn Lohmann dann erzählt, welchem Beruf er nachgeht, sorgt das meist für eine Überraschung. "Ich bin Baggerfahrer, und das Baggerfahren ist ein unterschätzter Beruf, man muss sehr aufmerksam und genau sein", sagt der Fotograf. Und vielleicht macht genau das ihn ja auch zu einem so guten Beobachter von Menschen und Situationen, und zu einem so guten Techniker und Künstler, wenn es um das Festhalten genau solcher Momente in analogen und digitalen Fotos geht.

Nachdem Lohmann im vergangenen Sommer in der Pempelforter Vintage-Fabrik von Tabitha Gopp Fotos von Menschen mit ungewöhnlichen Bärten gezeigt hatte, stellt er dort dieses Mal Bilder unter dem Motto "Lohmann's Welt" aus. "Die Idee zu dem Titel kommt von meinem besten Freund Thorsten Koch, der auch Fotograf ist. Und ich finde, der Name bringt es sehr gut auf den Punkt, dass ich Straßenfotografien und Porträts von Menschen zeige", sagt Lohmann.

In der Ausstellung, die am kommenden Freitag um 19 Uhr eröffnet wird, zeigt der Künstler 22 Fotos, vor allem in Schwarz-Weiß, die zum Teil in Düsseldorf, etwa an der Schwerinstraße oder am Rheinufer entstanden sind und zufällige Begegnungen festhalten. "Ich schaue mir die Leute an, und wenn ich jemanden interessant oder spannend finde, spreche ich ihn dann an", sagt Hendrik Lohmann. Jedem seiner zufällig ausgewählten Models gebe er dann eine Visitenkarte mit dem Angebot, das Porträt zuzuschicken. Und jedem stelle er immer ein und dieselbe Frage: "Was zur Hölle machst du auf der Welt?"

Die Antworten darauf fielen sehr unterschiedlich aus: Manche sagten, dass sie leben und genießen wollten, andere wie der Düsseldorfer Pino zum Beispiel: "Ich provoziere, um eine Kommunikation in Gang zu bringen, aber auf eine positive Art und Weise." Die Porträts und Antworten sind Teil eines größeren Fotoprojekts, das man sich unter dem Namen des Fotografen auf der Online-Foto-Plattform Flickr ansehen kann und das sich wahrscheinlich sogar zu einem Buch entwickeln wird.

In den nächsten Wochen kann die Ausstellung an der Nordstraße 4 zu den Geschäftsöffnungszeiten angesehen werden: Mo.-Fr. 11 bis 14 und 15 bis 19, Sa. von 11 bis 17 Uhr.

Quelle: RP
 
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