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Stadtmitte
Gleise am Wehrhahn verschwinden

Stadtmitte: Gleise am Wehrhahn verschwinden
Ein Blick in die Straße Am Wehrhahn, links der Frankenheim-Ausschank. Der vordere, aktuell "leere" Bereich, wo sich früher die Straßenbahnhaltestelle befand, wird größtenteils zur Grünzone. FOTO: Marc Ingel
Stadtmitte. Auf dem Teilstück zwischen Kölner und Pempelforter Straße sowie Adlerstraße und Worringer Straße haben jetzt die Umbauarbeiten begonnen. Innerhalb der kommenden zwölf Monate soll sich der Straßenraum komplett verändern. Von Marc Ingel

Wer sich vor dem Frankenheim an der Wielandstraße gerne sein Feierabendbierchen trinkt, sollte für die nächsten zwölf Monate lieber in den Biergarten oder an die Schwemme ausweichen. Denn der Wehrhahn ist auf dem Teilstück zwischen der Kölner und Pempelforter Straße sowie Adler- und Worringer Straße zu einer großen Baustelle geworden.

"Die Neugestaltung der Oberflächen nach Fertigstellung der Wehrhahnlinie sieht zunächst die Beseitigung der Straßenbahngleise vor, die seit der Inbetriebnahme der U-Bahn-Linie nicht mehr benötigt werden", erklärt Bauleiter Stephan Viefhues vom Amt für Verkehrsmanagement. Es werden jeweils zweispurige Fahrbahnen in beide Richtungen mit einem lärmoptimierten Asphalt entstehen, zusätzlich wird es auf beiden Seiten erstmalig separate Radwege geben. Stadtauswärts wird es zudem Ladezonen für die ansässigen Geschäfte geben, auch acht neue Bäume werden gepflanzt. Die Buslinie 737 kann stadteinwärts auf der Linksabbiegespur halten, stadtauswärts bekommt der Bus eine eigene Spur. In der Mitte des Straßenraums entstehen Grünflächen, auf denen insgesamt weitere 16 Bäume eingepflanzt werden.

Der Ausbau soll bis Juli 2018 in fünf Bauphasen erfolgen. "Das Ziel ist es, den Bauablauf so zu optimieren, dass dem Individualverkehr ständig eine Fahrspur in beide Richtungen zur Verfügung steht und trotzdem alle Flächen möglichst schnell hergestellt werden", erläutert Viefhues. Erste Aufbrucharbeiten auf den jeweils linken Fahrspuren haben jetzt die erste Bauphase eingeleitet. " Die Gleise müssen für die Entsorgung in passende Längen geschnitten und die Asphalt- und Betonschichten aufgebrochen werden. Diese lärmintensiven Arbeiten werden in die Tageszeit gelegt", erklärt Viefhues. Für den Abtransport der Gleise werden jedoch beide Fahrspuren benötigt. Das erfordert eine Vollsperrung der jeweiligen Richtung, was wiederum Nachtschichten unumgänglich macht. "Eine Vollsperrung über Tage würde zu einem Verkehrskollaps führen", weiß der Bauleiter. Es wird zunächst mit zwölf Nachtschichten gerechnet, die zwischen 21 und 5 Uhr morgens stattfinden, Anwohner werden jeweils rechtzeitig informiert, mit Ralph Winter steht darüber hinaus ein Anliegerbeauftragter zur Verfügung. Der U-Turn aus der östlichen Richtung wird außerdem verkürzt, damit möglichst große Längen Gleis ausgebaut werden können.

In der Phase zwei erfolgt entlang der Rampe der weitere Einbau der Tragschichten und der Asphaltbinderschicht. Die Eingänge und Zufahrten sollen auch dann erreichbar bleiben, zum Teil aber nur provisorisch. Lediglich bei den Arbeiten direkt vor den Einfahrten wird nach Absprache mit den Anliegern eine kurzzeitige Sperrung erforderlich sein. In der Phase drei wird die jeweils rechte Fahrspur aufgenommen und entsorgt, "dies soll ohne Vollsperrung geschehen", so Viefhues. In der vierten Bauphase wird hauptsächlich im Bereich der Wielandstraße und vor den Häusern 50 bis 54 gearbeitet. Zum Abschluss werden Restarbeiten in allen Bereichen durchgeführt. "Der Einbau der abschließenden Asphaltschicht mit den anschließenden Markierungsarbeiten macht dann im Sommer kommenden Jahres noch einmal eine Vollsperrung des gesamten Bereichs von circa drei Tagen erforderlich", so der Bauleiter.

Quelle: RP
 
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