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Duisburg
Auftakt mit Ballett über Unbehaustheit

Duisburg. Am morgigen Samstag beginnt die Duisburger Spielzeit 2015/16 der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. In der Oper wird es hier drei Premieren, zwei Übernahmepremieren und neun Wiederaufnahmen geben. Von Ingo Hoddick

In der vergangenen Spielzeit 2014/15 wuchs die Auslastung im Duisburger Haus der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg auf gut 71 Prozent. Die kommende Spielzeit 2015/16 ist die zweite von drei "Spar-Spielzeiten", nachdem Duisburg seinen Anteil an der Finanzierung um eine Million Euro kürzen musste. Inzwischen ist sichergestellt, dass die bewährte Musiktheaterehe auch nach 2017 fortbesteht (die RP berichtete).

Fünf der insgesamt zwölf Neuproduktionen kommen in Duisburg heraus. In der Oper wird es hier drei Premieren, zwei Übernahmepremieren und neun Wiederaufnahmen geben. Ab dem 6. Dezember 2015 zeigt die Rheinoper hier Giacomo Puccinis China-Oper "Turandot", als Koproduktion mit dem neuen Opernhaus von Taiwan. Am 23. April 2016 folgt dann die Uraufführung der Familienoper "Die Schneekönigin" nach Hans Christian Andersen von Marius Felix Lange. Und als "Young Directors" stellen sich am 4. Juni 2016 Tibor Torell und Philipp Westerbarkei vor, mit den amerikanischen Einaktern "What Next?" von Elliott Carter (1908-2012) und "Trouble in Tahiti", das war 1952 der unterhaltsame Opernerstling von Leonard Bernstein.

In Düsseldorf schon erfolgreich waren "L'elisir d'amore" (Der Liebestrank), eine komische Oper von Gaetano Donizetti, inszeniert unter einem funkelnden und blinkenden Himmel aus 3480 Partygläsern, in Duisburg ab dem 17. Oktober 2015, und Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos", inszeniert von Dietrich Hilsdorf, in Duisburg ab dem 25. Februar 2016. Von den Wiederaufnahmen sind vor allem diejenigen interessant, die in der letzten Spielzeit nicht in Duisburg zu erleben waren, nämlich Wolfgang Amadeus Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", ab dem 14. Februar 2016, Puccinis "Il Trittico" (also "Gianni Schicchi", "Suor Angelica" und "Il tabarro"), ab dem 20. März 2016, und Richard Strauss' "Der Rosenkavalier", ab dem 13. Mai 2016.

Im Ballett wird es hier zwei Premieren und eine Übernahmepremiere geben. Am 16. Januar 2016 kommt in Duisburg der neue dreiteilige Ballettabend "b.26" heraus. Er besteht aus einem "Divertissement" des Kopenhagener Klassikers August Bournonville, "Dark Elegies" von Antony Tudor auf die "Kindertotenlieder" von Gustav Mahler und der Uraufführung "One" von Terence Kohler auf die erste Sinfonie von Johannes Brahms. Am 18. Juni 2016 stellen sich hier sechs junge Choreographen als "Young Moves" vor.

Schon ab dem morgigen Samstag, 5. September 2015, um 19.30 Uhr, wird hier "b.17" nachgeholt, das ist Martin Schläpfers Ballett "7" auf die siebte Sinfonie von Mahler. Der erfolgreiche Ballettdirektor ließ sich von Mahlers heiterster und vielschichtigster, dadurch in jeder Hinsicht anspruchsvollster Sinfonie inspirieren zu einem Ballett über Unbehaustheit. An einer Stelle hörte Schläpfer sogar heraus, dass der Komponist in Töne gesetzt hat, "wie jemand auswandert".

Das ausführliche Programm mit allen Premieren, Wiederaufnahmen und Sonderveranstaltungen für die Spielzeit 2015/16 der Deutschen Oper am Rhein und des Balletts am Rhein Düsseldorf/Duisburg ist im neuen Spielzeitheft erschienen, das im Stadttheater beziehungsweise im Servicebüro des Theaters, Neckarstraße 1, zum kostenlosen Mitnehmen ausliegt.

Im Internet ist der komplette Spielplan unter "http://www.operamrhein.de" zu sehen. Ticketbuchungen sind für die gesamte Spielzeit möglich.

Quelle: RP
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