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Duisburg
Brücke gesperrt - Nach Ruhrort nur über Umwege

Duisburg. Am morgigen Freitag beginnt auf der Baustelle des Karl-Lehr-Brückenzuges der Endspurt. Dazu wird die wichtige Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Hafenstadtteil komplett gesperrt. Von Hildegard Chudobba

Ab dem morgigen Freitag, 9 Uhr, und bis zum 28. Juni ist der viel befahrene Karl-Lehr-Brückenzug für Autofahrer (und zeitweise auch für die Straßenbahnen) gesperrt. Damit fehlt vorübergehend eine der wichtigsten Verbindungen zwischen der Innenstadt und Ruhrort. Die Straßen Vinckeufer, Zum Containerterminal und Speditionsinsel bleiben erreichbar.

Mit der Sperrung beginnt auf der Großbaustelle der Endspurt. Über mehrere Jahre hatten die Bauarbeiter hier damit zu tun, die Brücken zu sanieren und zu verstärken. Ab Freitag werden Straßen und Schienen von der Behelfsbrücke auf das neue Bauwerk verlegt, das den Vinckeweg und den Vinckekanal überspannt. Die Arbeiten sind sehr aufwändig, weil noch Lücken geschlossen, Gleise neu montiert und auch die kompletten Oberleitungen verlegt werden müssen.

Für den Umbau der Gleisanlagen und Oberleitungen ist das ganze Wochenende eingeplant. Wenn alle Arbeiten reibungslos verlaufen, wird die Straßenbahn ab Montagmorgen, 22. Juni, 4 Uhr, über die neuen Brücken fahren. Die Haltestelle Vinckeweg auf der Ruhrorter Straße ist bereits fertiggestellt. Darüber hinaus werden die kompletten Anschlüsse der Straße an die Behelfsbrücke zurückgebaut und die Lücken zwischen den vier Fahrspuren auf den neuen Brücken und der Ruhrorter Straße geschlossen.

Hierzu müssen die Fahrbahnverschwenkungen auf die Behelfsbrücke aufgerissen, neue Bordsteine gesetzt, die Tragschicht eingebaut und schließlich die beiden Asphaltdecken gezogen werden. Auch diese Arbeiten können nur bei einer Vollsperrung erfolgen. Zurzeit sind bis zu 50 Arbeiter mit den Vorbereitungen beschäftigt. Es werden Ampeln installiert, die Rad- und Gehwege auf der Westseite fertiggestellt, Geländer vorbereitet und ein Teil der Markierungen aufgebracht. Geplant ist, dass ab Sonntag, 28. Juni, 15 Uhr, der Autoverkehr über die neuen Brücken fließt. Bis dahin sind weiträumige Umleitungen ausgeschildert. Fußgänger und Radfahrer können den Brückenbereich passieren. Die komplette Fertigstellung der Vinckeweg- und Vinckekanalbrücke werden bis Ende des Jahres erfolgen. Doch danach steht der nächste Bauabschnitt auf dem langen Brückenzug an.

Für die Fahrgäste der DVG bedeute die Sperrung, dass die Straßenbahnlinie 901 von Freitag, 19. Juni, ab 20 Uhr und bis Sonntag, 21. Juni, Betriebsende, zwischen den Haltestellen "Landesarchiv NRW" und "Scholtenhofstraße" nicht fahren kann. Diesen Abschnitt wird daher ein sogenannter Straßenbahnersatzverkehr (SEV) mit Bussen übernehmen, die langsam über die Brücke fahren dürfen.

Der derzeit notwendige Einsatz von Pendelbussen aufgrund des Sanierungsprogramms der Straßenbahnen zwischen den Haltestellen "Obermarxloh Schleife" und "Scholtenhofstraße" ist von dieser Maßnahme ab Freitag, 19. Juni, 13 bis 20 Uhr, und von Montag, 22. Juni bis Freitag, 26. Juni beeinflusst. Die einzelnen Busse, die bislang bis "Duisburg Hauptbahnhof" durchgefahren sind, enden in diesem Zeitraum an der Haltestelle "Scholtenhofstraße".

Die Nachtexpresslinien NE1 in Fahrtrichtung Neumühl und NE2 in Fahrtrichtung Duisburg Hauptbahnhof folgen vom 19. bis 28. Juni einer Umleitung durch den Duisburger Hafen. Die Linie 929 der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe AG (Niag) wird vom 19. bis 28. Juni über die Autobahn A40 umgeleitet. Aufgrund dessen können die Haltestellen "Schwanentor", "Ruhrort Friedrichsplatz", "Moltkeplatz" und "Paßstraße" nicht angefahren werden.

Wer mehr zu den Änderungen bei der DVG wissen will, kann unter anderem die Telefonhotline unter der Rufnummer 0203 6044555 anrufen und sich informieren.

Quelle: RP
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