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Duisburg
Duisburgs Luft wird sauberer

Duisburg. Elf Städte in NRW überschreiten den zulässigen Grenzwert für Stickstoffdioxid, darunter Köln und Düsseldorf. In unserer Stadt hingegen trifft das nicht zu. Von Lena Köhnlein

An 55 Messstationen wird in Nordrhein-Westfalen die Stickstoffdioxid-Belastung gemessen. Zwölf Stationen in elf Städten überschritten im vergangenen Jahr den Grenzwert - Duisburg gehört nicht dazu.

40 Mikrogramm pro Kubikmeter ist der Jahresmittel-Grenzwert, der nicht überschritten werden sollte. In Duisburg wurden in der Innenstadt an der Kardinal-Galen-Straße (als Verkehrsknotenpunkt) 37 Mikrogramm gemessen - ebenso wie 2014 - , so die jüngsten Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA).

Zum Vergleich: Am schlechtesten waren die Werte an den Messstationen Clevischer Ring in Köln mit 66 Mikrogramm pro Kubikmeter, Corneliusstraße in Düsseldorf mit 59 Mikrogramm pro Kubikmeter und Mülheimer Straße in Oberhausen mit 53 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Trotzdem könnte auch der Wert in Duisburg geringer sein. Das ließe sich allerdings nur erreichen, wenn weniger Menschen mit dem Auto fahren. Laut UBA sind Autoabgase zu 61 Prozent für die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid in Innenstädten verantwortlich. Auf Diesel-Pkw entfallen davon rund zwei Drittel.

Neben den Auto-Abgasen sind auch Kohle-, Öl- und Gaskraftwerke Ursache für gesundheitsschädliche Stickoxide (NOx) wie Stickstoffmonoxid und -dioxid. Auch in Duisburgs Industriegebieten wurde gemessen. Dort konnte in Bruckhausen, wo in der Vergangenheit stets Spitzenwerte gemessen wurden, ein Jahresmittelwert von 34 und in Walsum ein Wert von 26 Mikrogramm pro Kubikmeter ermittelt werden.

Die Stoffe sind für Pflanzen, Tiere und Menschen gefährlich. Sie können die Schleimhäute angreifen, zur Reizung der Augen führen, Husten und Atembeschwerden verursachen. Vor allem für Asthmatiker besteht Gefahr. Die Gase können auch Herz und Kreislauf beeinträchtigen.

"Stickstoffdioxid (NO2), das vor allem aus Kfz-Abgasen stammt, entwickelt sich zum Schadstoff Nummer eins", schreibt das Umweltbundesamt (UBA). Trotz einer Rüge der EU ist bei der NO2-Belastung in deutschen Großstädten noch keine Besserung in Sicht.

Der bundesweit höchste Wert wurde 2015 am Neckartor in Stuttgart gemessen. Hier lag die Konzentration bei durchschnittlich 87 Mikrogramm pro Kubikmeter. Am saubersten ist die Luft auf dem Brocken im Harz sowie an der Station Schauinsland im Schwarzwald mit jeweils drei Mikrogramm pro Kubikmeter.

Besser sieht es landesweit bei der Feinstaubbelastung aus. Der Tageshöchstwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft - dieser darf 32 Mal überschritten werden. In Duisburg konnte ein Jahresmittelwert von 15 an der Messstation in Bruckhausen ermittelt werden - er liegt somit deutlich unter dem Grenzwert. Auch dieses Ergebnis war hier früher undenkbar.

Quelle: RP
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