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Katastrophe in Duisburg
Loveparade-Besucherinnen fordern Schadensersatz

Loveparade in Duisburg: Fünf Jahre nach der Katastrophe
Loveparade in Duisburg: Fünf Jahre nach der Katastrophe FOTO: dpa, rwe fg kno
Duisburg. Knapp sechs Jahre nach der Katastrophe bei der Loveparade hat das Landgericht Duisburg am Mittwoch über zwei weitere Schadenersatzklagen von Opfern verhandelt. Im Fall einer 48-jährigen Klägerin aus Essen sollen Möglichkeiten für einen Vergleich ausgelotet werden.

Beide Klägerinnen hatten sich nach eigenen Angaben in dem Gedränge befunden, beidem während der Duisburger Loveparade insgesamt 21 Menschen getötet und mehrere hundert verletzt wurden. Die Frau aus Essen macht nun 173.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz geltend. In diesem Verfahren werde es "in den nächsten Wochen oder Monaten noch Vergleichsverhandlungen geben", sagte die Anwältin der Klägerin, Bärbel Schönhof.

Die Klägerin aus Melle zog demnach die Klage unter der Voraussetzung zurück, dass die Gegenseite auf die Erstattung der durch das Verfahren entstanden Kosten verzichtet. Die Rechtsschutzversicherung der Frau hatte eine Übernahme der Prozesskosten abgelehnt, so dass eine Fortsetzung des Verfahrens ein erhebliches finanzielles Risiko für die Klägerin bedeutet hätte.

Zuvor hatte es erst ein Zivilverfahren wegen der Loveparade-Tragödie gegeben: Im vergangenen September wies das Duisburger Landgericht die Schadenersatzklage eines Ex-Feuerwehrmanns ab. Die Eröffnung eines Strafprozesses wegen des Loveparade-Unglücks lehnte das Landgericht Anfang April ab. Die endgültige Entscheidung über ein mögliches Strafverfahren fällt demnächst das Oberlandesgericht Düsseldorf.

 

(AFP)
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