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Duisburg
Migration ist Schwerpunktthema der Volkshochschule

Duisburg. Die Flüchtlingsbewegung hält Europa nach wie vor in Atem. Die hohe Zahl an Hilfesuchenden, die täglich insbesondere nach Deutschland einwandert, stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Diese Menschen müssen untergebracht und versorgt werden. Ihnen ist eine Zukunftsperspektive zu eröffnen.

In der Öffentlichkeit machen sich Sorgen breit, ob dies alles gelingen kann. Der Fachbereich Politische Bildung an der VHS Duisburg möchte mit verschiedenen Vortrags- und Seminarangeboten sachliche Informationen vermitteln, aber auch den Raum für Diskussionen eröffnen. Zum Semesterauftakt steht die bislang größte Zuwanderergruppe in Duisburg im Fokus: Am Montag, 1. Februar, um 20 Uhr, spricht Dr. Bernd Liedtke unter der Überschrift "Die Türkeistämmigen in Deutschland - Gebraucht, gedemütigt, geduldet?!" in der VHS. Liedtke, der gerne auch "Dr. Türkei" genannt wird, war 44 Jahre im Polizeidienst des Landes NRW tätig. Sein über Jahre erarbeitetes Wissen über die Türkei, ihre Menschen, ihre Kultur und Politik setzt er in verschiedenen Weiterbildungsangeboten zur interkulturellen Verständigung ein. In diesem Vortrag wird er die Lage der Türkeistämmigen in unserer Gesellschaft reflektieren.

Ein Schlaglicht auf die jüngste Flüchtlingsproblematik wirft Prof. Dr. Hannes Schammann, Migrationsforscher an der Universität Hildesheim, in seinem Vortrag "Rette sich wer kann? Flüchtlingspolitik im Föderalismus" am Montag, dem 15. Februar, um 20 Uhr. Flüchtlingspolitik findet auf allen politischen Ebenen statt; von der EU, über den Bund, die Länder bis zu den Kommunen. Doch wer ist wofür zuständig? Und was bedeutet dieses undurchschaubare Dickicht an Zuständigkeiten für die Betroffenen? Dass Wanderungsbewegungen kein neues Thema sind, sondern die Geschichte Europas schon immer, aber besonders in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben, wird der Soziologe Dr. Stefan Roggenbuck in seinem Vortrag "Europa im Bann der Migration" am Montag dem 22. Februar, um 20 Uhr darlegen.

Durch die aktuelle Flüchtlingswelle sind die Roma, die vornehmlich aus Rumänien und Bulgarien in großer Zahl nach Duisburg gekommen sind, ein wenig aus dem Blickfeld geraten. "Flüchtlinge 2. Klasse ?!" fragt Pfarrer Dieter Herberth in seinem Vortrag am Montag, dem 25. April, um 20 Uhr.

Über diese Vorträge hinaus bietet der Fachbereich Politische Bildung zwei Kursangebote an für Menschen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren möchten. In einem Tagesseminar am Sonntag, dem 21. Februar, vermittelt der Sozialwissenschaftler Eduard Pusic "Praxisorientierte Grundlagen in der Flüchtlingsbetreuung für Ehrenamtler" an. In einem Wochenendseminar am 23. und 24. April werden "Grundlagen interkultureller Kompetenz" vermittelt.

Quelle: RP
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