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Duisburg
Persische Mythen, mit Waschpulver gemalt

Duisburg. Kommt man zur Zeit in die "Galerie ganz oben" in der dritten Etage im Kunstverein Duisburg am Kasslerfelder Weidenweg 10, dann ist man beeindruckt von einer ganzen Wand mit künstlerisch starken und recht großformatigen Gemälden, die düstere Motive aus 5000 Jahren persischer Geschichte und Mythologie zeigen - und erfährt, dass am Entstehungsprozess dieser Kunstwerke auch Waschpulver beteiligt war. Von Ingo Hoddick

Zu sehen ist dort jetzt noch bis zum 21. August die Ausstellung "Jeder Fluss spricht alle Sprachen dieser Welt" mit Werken von Ahang Nakhaei. Die Künstlerin wurde 1974 im Iran geboren, war dort Model, Kunstkritikerin und Kunstprofessorin. Seit vier Jahren lebt sie in Deutschland, denn die Kunst ist ihr Leben, und das kann sie hier sehr viel freier ausleben. Bezeichnend ist ihre kleinformatige Werkreihe "Don Quichotte" über die schwierige Situation der Frau in islamischen Ländern, die zur Zeit gleichfalls teilweise im Kunstverein hängt, vieles davon wurde früher schon verkauft. Eine dritte Werkreihe mit digitalen Gemälden behandelt das Thema Heimweh: mit kräftigen Farben, die Nakhaei so in Teheran nicht kannte.

Eröffnet wird die sehenswerte Schau am heutigen Donnerstag, um 19 Uhr. Nach der Begrüßung durch Herbert Gorba, Vorsitzender des Kunstvereins Duisburg, gibt es einen Dialog mit der ausgesprochen freundlichen und aufgeschlossenen Künstlerin. Geöffnet ist die Ausstellung dann bei freiem Eintritt freitags und samstags von 17 bis 20 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 0203 / 7887841.

Quelle: RP
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