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Duisburg
Polizeiaufgebot am Montag: Große Demonstrationen in Innenstadt

Duisburg: Polizeiaufgebot am Montag: Große Demonstrationen in Innenstadt
Zwischenzeitlich war es etwas ruhiger geworden um die Pegida-Aufmärsche in Duisburg. Übermorgen wird es wieder etwas anders, zumal gleich mehrere Gegendemonstrationen bei der Polizei angemeldet wurden. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Mit einem Großaufgebot wird die Polizei am Montag gleich mehrere angemeldete Demonstrationen rund um den Hauptbahnhof begleiten. Pegida und Linke sollen nicht aufeinandertreffen. Von Hildegard Chudobba

Seit Monaten versammeln sich montags am Hauptbahnhof Rechte und Linke Demonstranten und werden von der Polizei auf Distanz gehalten. Über den Sommer wurden die Gruppen immer kleiner. Doch seit etwa einem Monat haben beide Seiten wieder verstärkt Zulauf. Es blieb zuletzt aber stets so friedlich, dass es keine nennenswerten Vorfälle oder Festnahmen gab.

Am kommenden Montag, 7. Dezember, könnte sich das allerdings deutlich ändern. Antifa-Anhänger rufen seit Tagen im Internet dazu auf, am 6. Dezember nach Duisburg zu fahren. Und auf der Gegenseite sammeln sich immer mehr Rechtspopulisten, die es aus anderen Städten hierher zieht, weil bei ihnen die montäglichen Pegida-Aufmärsche mangels Teilnehmern aufgegeben wurden. Nach Wissen der Duisburger Polizei konzentrieren sich die Rechten inzwischen vor allem auf zwei Standorte in NRW - Duisburg und Bielefeld.

Für den kommenden Montag haben neben Pegida verschiedene Linke Organisationen Demos in Duisburg angemeldet, deren Teilnehmerzahl bei rund 700 liegen soll. Dazu wird es einige Demonstrationszüge geben, so von einer Gruppierung mit dem Namen "Anitrassisten aus der Region". Ihr Weg führt vom Rathaus über die Poststraße, Gutenbergstraße und Obermauerstraße zum Kuhtor. Eine andere Gruppe Linker hat angemeldet, gegen 18 Uhr von der Bahnhofsplatte über die Saarstraße und die Landfermannstraße zum König-Heinrich-Platz zu ziehen und von dort zurück zum Hauptbahnhof. Dort sammeln sich auch die Pegida Anhänger, die auf dem bereits bekannten Rundweg über die Mercatorstraße, Wittekindstraße, Fürstenstraße, Günterstraße, Hohe Straße und Friedrich-Wilhelm-Straße laufen.

Nach Beobachtungen der Polizei mischen sich unter die Rechtsgesinnten immer mehr Hooligans und Gewaltbereite. Sie sollen möglichst nicht mit jenen Linken zusammentreffen, die auf Prügeleien aus sind. Erklärte Ziel der Polizei ist es darum, die Gruppen auseinanderzuhalten, was ihr in den zurückliegenden Monaten auch gelungen ist.

Unabhängig von den Vorkommnissen rund um die Pegida- und die Gegendemos werden sich die Duisburger in der Innenstadt auf Behinderungen einstellen müssen. Zwischen 17 und 21 Uhr werden die Busse der DVG voraussichtlich durch die Aufzüge behindert. Auch der Straßenverkehr rund um den Hauptbahnhof (Haupteingang) wird zwischen 17 und 21 Uhr beeinträchtigt.

"Wir werden dafür sorgen, dass alle Demonstranten ihr Recht auf freie Meinungsäußerung friedlich wahrnehmen können", kündigt Einsatzleiter Peter Schreckenberg an. "Dazu werden wir allerdings konsequent gegen Straftäter vorgehen und gewalttätige Auseinandersetzungen verhindern". Die Polizei werde dafür sorgen, "dass die Einschränkungen auf ein Mindestmaß reduziert werden", so Einsatzleiter Schreckenberg. Er bittet zugleich um Verständnis, wenn " es einsatzbedingt zu kurzen Behinderungen beim Zugang zum Hauptbahnhof oder im Straßenverkehr kommt."

Quelle: RP
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