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Säurezünder gelten als heimtückisch
Säurezünder gelten als heimtückisch
Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist an der Anschlussstelle Duisburg-Häfen/Zubringer Innenstadt gefunden worden. FOTO: C. Kleindienst
Duisburg. Die im Zweiten Weltkrieg über Deutschland abgeworfenen Bomben wurden von unterschiedlichen Zündern ausgelöst. Als besonders gefährlich bei der Entschärfung von Blindgängern gelten die Säure- oder Langzeitzünder, wie sie in Duisburg gefunden wurde.

In Duisburg-Kaßlerfeld muss am Dienstagabend eine englische Zehn-Zentnerbombe mit einem gefährlichen Säurezünder nahe der A 40 gesprengt werden. Aufgrund des Bombentyps hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst eine Sprengung der Bombe angeordnet. Säurezünger gelten als besonders heimtückisch.

Eine Scheibe aus dem Kunststoff Celluloseacetat hält einen Schlagbolzen, der letztlich die Zündung auslöst. Zerbricht eine mit Aceton gefüllte Glasampulle im Zündergehäuse, so löst sich die Kunstoffscheibe langsam zu Essigsäure auf. Der Schlagbolzen wird freigegeben, die Bombe explodiert.

Im Krieg waren diese Bomben gefürchtet, denn sie explodierten erst lange, nachdem die Flugzeuge abgezogen waren und die Bevölkerung vom Luftschutzkeller wieder ins Freie kamen. So detonierten viele beispielsweise mitten in den Löscharbeiten und rissen viele Menschen in den Tod.

Nur rund zehn Prozent der Sprengbomben waren mit derartigen Säurezündern ausgerüstet. Weil sie aber häufig versagten, ist ihr Anteil an den Blindgängern hoch. Die Aufschlagzünder arbeiten dagegen rein mechanisch, das Entschärfen gilt als weit weniger gefährlich.

 

Quelle: lnw
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