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Lokalsport
Das Duisburger Sportjahr im Rückblick

Duisburg. Der MSV ist wieder im gut bezahlten Profigeschäft angekommen. Ein solides Team und eine Reihe ordentlicher Auftritte bescherten den in der Vergangenheit so arg gebeutelten Zebras zum Ende des Jahres den siebten Tabellenplatz - damit steht der Club deutlich besser dar als von vielen Beobachtern vor der Saison erwartet wurde. Der Zwangsabstieg von vor drei Jahren steckt noch in den Köpfen der Verantwortlichen, ist aber auch ein Grund dafür, wieso es derzeit so gut läuft. Von Tim Harpers

"Wir sind finanziell seriöser geworden", sagt Peter Mohnhaupt, Geschäftsführer des MSV. "Wir können heute wieder Gespräche mit möglichen Partnern führen, die vor einigen Jahren so noch nicht denkbar gewesen wären." Das zurückliegende Jahr sei ein schönes für ihn und den Klub gewesen. Auch MSV-Präsident Ingo Wald stößt in dieses Horn. "Es gab im Jahr 2017 viele Momente, die mir gutgetan haben", sagt Wald. Drittliga-Meisterschaft, Aufstieg, Sieg im Niederrheinpokal und zum Hinrundenende 23 Punkte, mehr könne man sich doch nicht wünschen.

Das Jahr sei allerdings auch eine Gratwanderung gewesen. Hätte es nicht mit dem Aufstieg geklappt, wäre die Zebra-Weihnachtsfeier vermutlich deutlich kleiner ausgefallen, sofern es überhaupt noch eine gegeben hätte. "Wir mussten aufsteigen", sagt Wald. "Da war ein immenser Druck. Mannschaft und Trainerstab haben diese schwierige Situation aber gemeistert." Nach 18 Spielen liegt die Mannschaft gut im Rennen, was die selbstgestecken Ziele angeht.

Den Klassenerhalt um jeden Preis zu vermeiden, das sei die Vorgabe, sagt Ivica Grilic. "Wir müssen jetzt weiter so gewissenhaft arbeiten wie bisher", so der Sportdirektor. "Wenn wir das tun, bin ich zuversichtlich, dass das auch klappt." Was die wirtschaftliche Konsolidierung angeht, will die MSV-Spitze aber auch im kommenden Jahr nicht von ihrer Linie abweichen. "Im Winter und auch nach dieser Saison werden keine großen Sprünge möglich sein", stellt Peter Mohnhaupt klar.

Zu groß sei der Druck der Altlasten. "Verpflichtungen im Winter sind überhaupt nur denkbar, wenn uns dafür jemand verlässt." Für die Zukunft gelte es, sich bei Sponsoren und Partnern weiterhin Vertrauen zu erarbeiten.

Quelle: RP
 
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