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Duisburg
Uni bekam gestern im Rathaus den Kaisermünzenpreis

Duisburg. Die Universität Duisburg-Essen (UDE) erhielt am gestrigen Sonntag den Kaisermünzenpreis 2015 der bürgerschaftlichen Vereinigung "proDuisburg". Vorsitzender Hermann Kewitz überreichte die Auszeichnung im Rathaus an den Rektor der Universität, Prof. Dr. Ulrich Radtke. Der Verein würdigt damit die Verdienste der Universität um den Bildungsstandort Duisburg und unterstreicht gleichzeitig die Bedeutung der Hochschule innerhalb der Stadtgesellschaft. Von Alfons Winterseel

Hermann Kewitz stellte in seiner Laudatio neben der wirtschaftlichen und bildungspolitischen Bedeutung der Universität besonders die "Offenheit im Denken" heraus. Zudem transportiere die Universität "ein anderes Bild von Duisburg als es die Medien gemeinhin tun." Die Verleihung des Kaisermünzenpreises solle ebenfalls die Leistung der Universität im Bereich der Forschung herausstellen. Auch stehe sie für die Internationalität der Stadt.

In seiner Dankesrede ging Prof. Radtke u.a. auf die anfangs umstrittene Fusion der Universitäten Duisburg und Essen ein. "Ich werte diese Auszeichnung als ein Zeichen, dass Duisburg seinen Frieden mit der Fusion gemacht hat." Der durch die Fusion entstandene Mehrwert werde heute auch als solcher gesehen, die Universität habe an Forschungsstärke dazu gewonnen. Eine Universität, so Radtke weiter, dürfe nicht losgelöst von einer Stadt gesehen werden.

Eine ihrer Aufgaben sei es, Bildungsgerechtigkeit zu schaffen: "50 Prozent der Studierenden an der UDE sind Bildungsaufsteiger. 25 Prozent unserer Studierenden haben einen Migrationshintergrund." Zudem kämen 65 Prozent aus Duisburg und der Umgebung. "Das zeigt: Die Universität ist kein Elfenbeinturm, sondern in der Gesellschaft angekommen."

Prof. Radtke sieht in den Themen Migration und Integration die Herausforderungen der nächsten Jahre. Die UDE forsche bereits hierzu, er wolle dies zu einem Schwerpunkt der Forschung der Universität machen. "Wir müssen Ratio in die Panik bringen. Mut und Neugier sind die Gegenantagonisten der Panik." Die Integration der Zuwanderer sei eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe, die aber auch finanziell unterstützt werden müsse. Allein eine einprozentige Abgabe auf Vermögen und Erbschaften würde viel Geld hierfür bringen, aber niemandem wirklich weh tun.

Der Kaisermünzenpreis wird seit 1981 vom Verein "proDuisburg" jährlich an Unternehmen, Bürger oder Institutionen verliehen, die sich nach Ansicht des Vorstands in besonderer Weise um die Stadt und ihre Bürger verdient gemacht haben.

Quelle: RP
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