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Duisburg
Vom prachtvollen Barock bis hin zu neuen geistlichen Werken

Duisburg. Frauenchor der Polizei Duisburg gab geistliches Konzert in der Friedenskirche Hamborn Von Dieter Krüssmann

Seit Beginn der Menschheit ist die Nacht eine ganz besondere Zeit. Schon in der Bibel passierten viele Dinge in der Dunkelheit: Jesus wurde in der Nacht geboren, und auch die Osternacht wird bei den Christen gefeiert. Warum nicht einmal auch ein solches Thema aufgreifen, dachte sich der Frauenchor der Polizei Duisburg 1983. Die Sängerinnen spürten bei ihrem Konzert in der Friedenskirche in Hamborn dem Geheimnis der Nacht in allen seinen Facetten nach.

"Seht aus der Nacht Verheißung blüht" lautete das Motto, das einmal den Chor von einer ganz anderen Seite zeigte. Die Idee dazu hatte Sebastian M. Ostmeyer, musikalischer Leiter des Chores, dessen Komposition "Machet die Tore weit" im Laufe des Programms aufgeführt wurde.

An der Orgel und auf dem Klavier spielte Hyekyoung Kang. Die aus Südkorea stammende Kantorin ist seit 2011 an der Ev. Lutherkirche im Stadtteil Duissern tätig. Anfangs noch etwas zögerlich steigerte sich der Chor von Programmpunkt zu Programmpunkt. Besonders gut gefielen da die beiden Werke von John Rutter "Alle Dinge dieser Welt" und "For the Beauty of the Earth", die recht ausdrucksvoll mit Klavierbegleitung dargeboten wurden.

So reich wie die Schöpfung, so vielfältig wie die Welt, in der wir leben, spannte sich der musikalische Bogen. Es gab einstimmige Gesänge sowie spätromantische Musik des englischen Komponisten Ralph Vaughn Williams.

Zudem waren Chorwerke von teils unbekannten Komponisten wie W. H. Monk, W. Schmid, P. Janssens und M. Duruflé dabei. Viele Stücke wurden fein säuberlich a capella vorgetragen, teils aber auch am Klavier oder auf der gut registrierten Orgel begleitet. Gleich sieben Solistinnen (Renate Amann, Heike Amerkamp, Andrea Hupe, Sandra Graf, Kornelia Herrmann, Antje Kucza und Ingelore Zielinski) aus den Chorreihen verfeinerten das Konzert.

Die Komposition des Chorleiters machte einen guten Eindruck, denn sie war viel schwungvoller und kräftiger als die Melodie, die zu Weihnachten gesungen wird. Zwischen den einzelnen Gesangsdarbietungen gab es passend dazu die verschiedensten Rezitationen.

Die Musik an diesem Nachmittag war sehr vielseitig, denn prachtvolle Barock-Musik von Johann Sebastian Bach (Jesu bleibt meine Freude) oder Felix Mendelssohn-Bartholdys "Verleih uns Frieden gnädiglich", beide jeweils von der Orgel begleitet, bis hin zu neuester geistlicher Musik sowie musikalischen Werken in Originalsprache waren gut ausgewählt, auch wenn hin und wieder einmal einige kleinere Undeutlichkeiten zu vernehmen waren. Mit der wunderbaren Auswahl wurde dennoch Licht ins Dunkle gebracht. So hatte man den Frauenchor noch nie erlebt, der sein Konzert mit Th. Tallis´ "Wenn du die Nacht zur Erde senkst" beendete.

Der Versuch, einmal nur sakrale Musik in einer Kirche als Konzert auszutragen, hatte sich gelohnt. Nicht nur die erste Vorsitzende des Chores, Lisa Fuß, war vom Konzert begeistert. Auch die Zuhörer gingen zufrieden nach Hause, nachdem der Chor noch eine Zugabe gegeben hatte. Denn das verlangten die Zuhörer!

Quelle: RP
 
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