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Emmerich
Keine Übergriffe im Embricana

Emmerich. Im Emmericher Freizeitbad hat es keine sexuellen Belästigungen und Übergriffe durch Flüchtlinge gegeben. Die Embricana-Badleitung betont diesen Umstand, weil sich Schwimmbadbetreiber in ganz Deutschland einer "wahren Flut von E-Mails zu diesem Thema konfrontiert" sähen. "Auch bei uns rufen Gäste an und fragen, ob wir Flüchtlingen Eintritt gewähren", so Betriebsleiter Marco Hortz.

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen warne vor Pauschalierungen und Panikmache. "Sexuelle Belästigungen und Übergriffe in Schwimmbädern sind in keinem Fall zu tolerieren, allerdings ist seit den Vorkommnissen in der Silvesternacht in Köln die Sensibilität bei vielen Badegästen gewachsen", heißt es seitens des Embricana.

Handlungsbedarf bei Flüchtlingen sieht Hortz woanders: "Die meisten Flüchtlinge können nicht schwimmen, hinzu kommen Sprach- und Verständnisprobleme sowie mangelnde Kenntnisse über die deutsche Badekultur." Im Embricana hat man sich darauf vorbereitet. Vom Dachverband, der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, wurden Verhaltens- und Baderegeln in neun Sprachen sowie anschauliche Comic-Zeichnungen herausgegeben. "Diese liegen bei den Schwimmmeistern bereit, so dass das richtige Verhalten direkt mit anschaulichem Bildmaterial erklärt werden kann." Ein wachsames Auge ist aber auch manchmal gefragt, um gefährliche Situationen zu vermeiden. "Die Flüchtlinge überschätzen sich häufig. Sie springen ins Wasser, in der Annahme, dass sie dort stehen können und befinden sich auf einmal in einer Gefahrensituation", schildert Hortz. Hinzu kommt, dass einige keine Badekleidung kennen. "Sie gehen davon aus, dass sie mit T-Shirt und Jeans schwimmen können." Für Männer hat das Bad deshalb Badehosen angeschafft, die kostenlos ausgeliehen werden.

Quelle: RP
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