| 16.02 Uhr

Emmerich/Kleve
Studenten: Bitte antreten

Der Bau der Hochschule Rhein-Waal - ein Millionenprojekt bis 2012
Der Bau der Hochschule Rhein-Waal - ein Millionenprojekt bis 2012 FOTO: Gottfried Evers
Emmerich/Kleve. Emmerich ist ab September Studenten-Stadt. Die Hochschule in Kleve wird erst im Herbst 2012 fertig. Bis dahin studieren die jungen Leute ein oder zwei Fachbereiche in der ehemaligen Kaserne. Das hat die Hochschule am Mittwoch bestätigt. Von Markus Balser

Dr. Martin Goch, Vize-Präsident der Hochschule Rhein-Waal, hat den Entwurf für einen Mietvertrag des Kasernengeländes jetzt auf dem Schreibtisch liegen. Größere Hindernisse ihn zu unterzeichnen, sieht er keine. "Der Kasernenumbau kann jetzt in die Planung gehen. Wir müssen nur noch kleinere Details mit der Bundesanstalt für Immobilien-Angelegenheiten klären, der das Gelände gehört", sagte er der RP.

Nach den Osterferien will die Hochschule die Bauanträge bei der Stadt Emmerich einreichen. Für den Umbau wird ein "beträchtliche, sechsstellige Betrag" fällig, die die Hochschule übernehmen muss. Eine konkrete Summe wird nicht genannt.

Im ehemaligen Freizeitheim und in zwei erst vor wenigen Jahren renovierten Mannschaftsblocks können dann zehn Seminarräume beziehungsweise kleinere Hörsäle entstehen, die schon mit Beginn dieses Wintersemesters ab September genutzt werden sollen.

Für wie viele Studenten geplant wird, und welche Fachbereiche auf der rechten Rheinseite angeboten werden, hängt letztendlich von den Anmeldezahlen der Studenten ab. Die sollen im Mai feststehen. "Wir gehen davon aus, dass ein oder zwei komplette Fachbereiche in Emmerich angeboten werden", sagt Dr. Goch.

Studentenstadt wird Emmerich aber nur vorübergehend bleiben. Denn wenn im Herbst 2012 der Hochschulbau in Kleve fertig wird, zieht die FH endgültig an die linke Rheinseite zurück. "Emmerich ist für uns definitiv nur ein Übergang. Dauerhaft können wir diesen Standort aus finanziellen Gründen nicht belegen", betont der Hochschul-Vize.

Nach dem Weggang der Hochschule wäre also der Weg frei für eine neue Nutzung des Geländes. Bekanntermaßen gibt es Überlegungen seitens der Stadt, es zu kaufen und für ein Mischgebiet mit Gewerbe und Wohnbebauung zu vermarkten.

Doch das ist im Moment noch Zukunftsmusik. "Damit werden wir uns frühestens in einem Jahr beschäftigen", so Bürgermeister Johannes Diks gestern zur RP.

Quelle: RP
 
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