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Erkelenz
Den Flüchtlingen Gehör verschaffen

Erkelenz: Den Flüchtlingen Gehör verschaffen
Achim Kück ist neuer Flüchtlingsseelsorger für den Kreis Heinsberg. Seine Aufgabe sieht Kück vor allem als eine Organisatorische an. FOTO: Renate Resch-Rüffer
Erkelenz. Die katholische Kirche der Region Heinsberg hat nun einen Flüchtlingsseelsorger. Regionaldekan Gottfried Maria Graaff führte Achim Kück in das neue Amt ein. Die Initiative dazu kam Ende des Jahres 2014 von Bischof Mussinghoff. Von Philipp Schaffranek

Damit reagiert die katholische Kirche auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik. "Auf der einen Seite ist es etwas Besonderes, auf der anderen Seite etwas ganz Selbstverständliches", sagte der Regionaldekan bei der Amtseinführung im Dechant-Sauer Haus in Oberbruch. Dort in den Räumlichkeiten des Vereins Amos in der Kirchengemeinde St. Aloysius Oberbruch hat Achim Kück seinen Dienstsitz.

Amos ist ein Verein gegen Armut und Arbeitslosigkeit im Kreis Heinsberg. Der scheidende Regionaldekan sieht Oberbruch als einen Ort des Sozialkatholizismus und als ein Zentrum der Kirchenregion Heinsberg. Oberbruch sei somit der optimale Standort für Achim Kück als Flüchtlingsseelsorger. Johannes Eschweiler, Pastoralreferent und Leiter des Amos-Vereins, delegierte der Regionaldekan zum Vorgesetzten Kücks. Dies auch, weil die Amtszeit des Regionaldekans am Sonntag endet und noch kein Nachfolger gefunden wurde. Bei der Amtseinführung Kücks zeigten sich die Mitarbeiter des Amos-Vereins hilfsbereit.

"Das ist eine Aufgabe, die wirklich wichtig ist", sagte Kück. Seine Aufgabe werde sein, Menschen zu helfen, die wirklich Hilfe brauchen. Deutschland als eines der reichsten Länder der Welt sieht er in der aktuellen Situation in der Pflicht. Er wolle den Flüchtlingen Gehör verschaffen.

Das neu geschaffene Amt ist eine Vollzeitstelle und bietet Kück Gestaltungsspielraum. Seine Aufgabe sieht Kück als eine Organisatorische an. In seiner Arbeit möchte er drei Schwerpunkte setzen. Erstens möchte er die Flüchtlingsarbeit in der Kirchenregion Heinsberg vernetzten. Hier ist Kück in seiner neuen Aufgabe schon dabei, mit der evangelischen Kirche einen Flüchtlingsrat ins Leben zu rufen. Einen solchen Rat gab es bis vor zehn Jahren. Dort sollen auch die Kommunen mit eingebunden werden. Als zweiten Schwerpunkt setzt Kück die Suche nach kirchlichen Mitteln für die Flüchtlingshilfe. Hier geht es ihm auch um die Suche nach Immobilien, die eventuell zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Suche nach ehrenamtlichen Helfern gehört ebenfalls dazu. Drittens ist es die Seelsorge, für die Kück die Rahmenbedingungen verbessern möchte. Auch Ehrenamtliche, die den ganzen Tag Flüchtlingen helfen, bräuchten Unterstützung.

Quelle: RP
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