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Erkelenz
Pfarrei auf die Zukunft vorbereiten

Erkelenz. Der GdG-Rat der katholischen Christkönig-Pfarrei ist in Klausurtagung gegangen, um eine erste Bilanz der 2015 gegründeten Pfarrei zu ziehen.

Nach einem Klausurtag in der Startphase vor einem Jahr hat sich der GdG-Rat - der Rat der Gemeinschaft der Gemeinden für die Christkönig-Pfarrei in Erkelenz - erneut Zeit genommen, um sich der Gegenwart und vor allem der Zukunft der katholischen Kirche in Erkelenz zu widmen. Positive Veränderungen wurden dabei festgestellt, jedoch auch große Aufgaben ausgemacht, berichtet Gemeindereferent Michael Kock von der Tagung im Kückhovener Pfarrheim.

Mit mehr als 25.000 Katholiken ist die Christkönig-Pfarrei, die sich über das gesamte Erkelenzer Stadtgebiet erstreckt, die größte im Bistum Aachen. Und deren GdG-Rat fasst zusammen, was vor 20 Jahren noch 17 Kirchenvorstände und zwischenzeitlich bis 2015 in zwei fusionierten Pfarrverbünden einzeln beraten und entschieden worden war. Vorsitzender dieses Rates ist Torsten Moll.

"Ausdrücklich" wurde bei der zweiten Klausurtagung seit Gründung der Christkönig-Pfarrei zum 1. Januar 2015 "die gute und offene Kommunikation und Kooperation zwischen den vielen Gemeinden gewürdigt, was noch vor einigen Jahren viel weniger gepflegt wurde", berichtet Kock. Alle Anwesenden seien sich einig darin und formulierten in ihren Zielen und Wünschen die eindeutige Absicht, "vollkommen realistisch in die Zukunft zu blicken und dafür in weiteren, kurz- und mittelfristigen Entscheidungen mutig und kreativ zu sein". Und das scheint aus Sicht des Erkelenzer GdG-Rates notwendig, geht er doch von einer solchen Entwicklung aus: "Auch wenn erst vor einigen Tagen für das Bistum Aachen ein neuer Diözesanbischof ernannt worden ist, steht fest, dass die katholische Kirche - auch in Erkelenz - ganz sicher, zum Beispiel in gut zehn Jahren, mit viel weniger Priestern und auch hauptberuflichen Personal wird auskommen müssen." Unter anderem deshalb werde das Ehrenamt in der katholischen Kirche eine immer wichtigere Rolle spielen. "Die kirchlichen und nicht weniger die gesellschaftlichen Realitäten sind angekommen. Das will der GdG-Rat weiterhin sehr ernst nehmen", erklärt Gemeindereferent Kock in einer Pressemitteilung und fügt darin an: "Die GdG-Ratsmitglieder haben sich am Ende des Tages eine sehr große Verbindlichkeit verordnet, bei allem Alltagsgeschäft diese Ziele und Ideen konsequent zu verfolgen. Und sei es in kleinen Schritten, solange die Richtung stimmt: Der Glaube an Gott behält Relevanz."

(spe)
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