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Handball
Ein großer Schritt in Richtung Dritte Liga

Handball: Ein großer Schritt in Richtung Dritte Liga
In der voll besetzten Vogteihalle gab es keinen Grund, um am Sieg der Aldekerker Mannschaft zu zweifeln. FOTO: Thomas Binn
Aldekerk. Relegations-Hinspiel zur Dritten Handball-Liga der Frauen: Vor rund 600 begeisterten Zuschauern in der Vogteihalle verschaffte sich Niederrhein-Meister TV Aldekerk mit einem 27:20-Erfolg gegen den TSV Bonn ein dickes Polster. Von Carsten Bleckmann

TV Aldekerk - TSV Bonn rrh. 27:20 (13:11). Als die Aldekerker Torhüterin Tugce Cengiz mit erhobenen Armen, geballten Fäusten und sogar einem Lächeln im Gesicht im Tor stand, war deutlich erkennbar, dass sie mit der eigenen Leistung und den Aktionen ihrer Vorderleute zufrieden war. Doch bis dahin war es ein langer Weg - 45 Minuten hatten zu diesem Zeitpunkt bereits hinter beiden Mannschaften gelegen.

"Die erste Halbzeit war richtig schlecht", bemängelte ATV-Trainerin Dagmara Kowalska nach dem Abpfiff die Leistung ihrer Mannschaft. "Wir sind überhaupt nicht richtig ins Spiel gekommen." Die Bonnerinnen hatten eine aggressive Defensive mit nach Aldekerk gebracht, von der sich die Gastgeberinnen sichtlich beeindruckt zeigten und sich in vielen Situationen den Schneid abkaufen ließen. Statt den Gästen gegen die offen ausgerichtete Formation mit spielerischen Mitteln zu begegnen, verstrickten die Grün-Weißen sich zunehmend in Einzelaktionen und ließen zudem beste Einwurfmöglichkeiten ungenutzt.

Vor allem in eigener Überzahl spielten die Grün-Weißen ideenlos, nutzten den eigenen Vorteil nicht und retteten den hart erkämpften Vorsprung nur knapp in die Pause. Als der ATV wenige Minuten nach dem Seitentausch erneut zwei hundertprozentige Chancen nicht genutzt hatte, war der Ausgleich die logische Folge in einem hart umkämpften Spiel. Der TSV spielte weiterhin lange Angriffe und wartete geduldig auf seine Chancen. "Gott sein Dank haben wir dann irgendwann die Kurve bekommen", sagte Kowalska.

In der Abwehr packten Lisa Beyer und Co. kräftig zu und gestatteten den Blau-Gelben aus der ehemaligen Hauptstadt acht Minuten lang keinen Treffer. Weil auch die Offensive plötzlich funktionierte, war mit dem Treffer zum 22:15 eine Vorentscheidung gefallen. "Wir haben uns einen zehnminütigen Blackout geleistet, den Aldekerk konsequent bestraft hat", kommentierte Gästecoach David Röhrig. Ein Vorsprung, der auch am Ende Bestand hatte und für die Aldekerker ein gutes Polster, aber kein seidiges Ruhekissen darstellt.

Die enge Bonner Gesamtschulhalle wird beim Rückspiel am Samstag (18 Uhr) eine ausverkaufte Festung, die erst eingenommen werden will. "Die Hypothek ist für uns vielleicht etwas hoch. Aber wir werden im Rückspiel noch einmal alles geben", kündigte Röhrig an.

TV Aldekerk: Schindowski, Cengiz, Steller; F. Huppers (7/3), Kühn (5), A. Huppers (5/2), Beyer (3), Heimes (3), Kern (2), Rottwinkel (2), Benninghoff, Nagel, Grützner, van Neerven.

Quelle: RP
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