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Wassersport
Gelderner Segler im Aufwind und mit großen Plänen für die Zukunft

Geldern. Es liegt auf der Hand, dass sich ein echter Wassersportler den Wind so schnell nicht aus den Segeln nehmen lässt. Und so nahm Andreas Botson den Dauerregen, der gestern den "Tag des offenen Sees" begleitete, mit Humor. "Für uns Segler gibt's kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Wir hatten auf 350 bis 400 Besucher gehofft. Und dieses Ziel haben wir erreicht", sagte der Vorsitzende der Wassersportgemeinschaft (WSG) Gelderland.

Der Verein nutzte gestern in geselliger Atmosphäre die Gelegenheit, am und auf dem Welberssee sein Angebot vorzustellen. Und dieses ist sehr facettenreich. So präsentierten die RC-Segler stolz und mit viel Geschick ihre Rennyachten und Modellboote. Das Kürzel steht für "Radio Control" - also Wassersport für Kapitäne mit Fernbedienung in der Hand. Die Gelderner Spezialisten haben in der Vergangenheit schon erfolgreich an Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Und demnächst wird der Welberssee vielleicht sogar "internationales Gewässer". "Wir möchten die Europameisterschaft der RC-Segler ausrichten. Eventuell schaffen wir das schon 2017", meinte Botson.

Doch auch für Freizeitskipper, die sich selbst aufs Wasser begeben möchten, ist die Wassersportgemeinschaft eine ganz feine Adresse. Soeben erst haben wieder 20 Niederrheiner bei der WSG den Sportboot-Führerschein Binnen erlangt. Sie dürfen ab sofort auf sämtlichen Binnengewässern in Deutschland einen Segeltörn genießen. "Viele unserer Mitglieder nutzen auch die Gelegenheit, in unseren Vereinsbooten auf dem heimischen See nach Feierabend eine Runde zu segeln", erklärte der Vorsitzende. Und das Interesse am Wassersport nimmt wieder zu. Die WSG Gelderland verzeichnet aktuell 370 Mitglieder - Tendenz steigend. Zum Verein gehören auch viele Taucher. Bevor Neulinge eigenständig die Unterwasserwelt erkunden dürfen, gibt's im Gelderner Hallenbad eine umfassende Ausbildung.

Die meisten Besucher staunten jedenfalls nicht schlecht und fühlten sich zeitweise an die Küste versetzt. Denn auch der Shanty-Chor der Bocholter Marine-Kameraden zeigte sich wetterfest und steuerte den musikalischen Teil zu "Gelderland maritim" bei.

(him)
 
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