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Zielscheibe
Kicker mit undichten Stellen

Geldern. Es ist alles noch viel schlimmer als befürchtet: Nicht nur der Schützenpanzer "Puma" ist undicht, auch das gleichnamige Schuhwerk aus Herzogenaurach ist zu nah am Wasser gebaut. Das bestätigte jetzt das Bundesinnenministerium (bekanntermaßen ja auch für den Sport zuständig) auf Anfrage.

Und das ausgerechnet zu Beginn der neuen Fußballsaison im Kreis 8 ! Hunderte von Kickern müssen sich also nicht nur mit holprigen Plätzen oder sonstigen widrigen äußeren Umständen, sondern auch mit permanent nassen Füssen herumärgern.

Die Beschwichtigung des Konzerns, "die zuvor bereits gelieferten Puma werden auf Kosten der Industrie repariert", gleicht einer Farce. Wir wissen doch, wohin das führt, wenn jeder seine undichten Treter - sofern er in "Raubkatzen"-Latschen seinem Hobby nachgeht - zum Hersteller zurückschickt. Die Bearbeitung kann dauern - siehe VW ! Garantiert sind die Schuhe erst zur Winterpause zurück. Und bis dahin? Soll man mit Flipflops antreten oder was?

Dabei hätte man die ganze Misere durchaus voraussehen können. Wie inzwischen bekannt wurde, hatten Gutachter bereits "nach der ersten (mehr als vier Jahre verzögerten) Auslieferung im Juni 2015 Qualitätsmängel am Puma festgestellt" (so der Original-Ton der Bundesregierung).

Doch Hoffnung, dass der Spielbetrieb im Kreis 8 nicht gänzlich zum Erliegen kommt, nährt das Regelwerk. Denn das weist die Schiris an, "das Spielen in normalen Schuhen zu gestatten, wenn diese keine Gefährdung für andere Spieler darstellen."

Also liebe Puma-Träger. Mal schnell ab in den Keller und nachschauen, welche ausgedienten Treter die Dichtheitsprüfung noch bestehen...

MICHAEL MEENEN

Quelle: RP
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