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Geldern
Issumer betreuen in Thüringen Behinderte aus dem Sauerland

Geldern: Issumer betreuen in Thüringen Behinderte aus dem Sauerland
Hans-Theo Deckers und Matthias Hilscher gestalteten für Silke Kammerer und Violetta Borth (jeweils v. l.) einige schöne Tage in Erfurt. FOTO: privat
Issum/Erfurt. Erfurt? Das war genau die richtige Wahl , sind sich Violetta Borth und Silke Kammerer einig. Die beiden jungen Frauen gehörten zu einer Gruppe von 45 besonderen Erfurt-Touristen. Es sind behinderte Menschen aus Attendorn im Sauerland, die teils mit schweren gesundheitlichen Einschränkungen zu tun haben und die gemeinsam mit ihren Betreuern zwei Wochen in Erfurt verbrachten. 14 ist die Jüngste, 50 der Älteste.

Alle zwei Jahre wird von der Arbeitsgemeinschaft (AG) Begegnung Attendorn mit großem Aufwand eine 14-tägige Reise organisiert, damit die betreuenden Familien zu Hause in dieser Zeit Luft holen oder selbst Urlaub machen können. Unterstützung bekam sie vom von den Issumern Matthias Hilscher, Thomas und Hans-Theo Deckers. Die Gruppe machte alles klar und fuhr mit mehreren Spezialfahrzeugen in die Thüringer Landeshauptstadt. "Gleich am Anfang hat uns die Polizei geholfen, weil wir uns verfahren hatten. Wir wurden bis nach Hochheim eskortiert", erzählten die Reisenden. Auch in den folgenden Tagen hätten sie nur gute Erfahrungen gemacht. "Haus gut, Umgebung gut, Betreuer gut", so lautete das Fazit von Violetta Borth.

Die Sauerländer waren in Gruppen unterwegs. Mehrfach waren sie im historischen Dreienbrunnenbad, sie schwärmten von dem Gelände unweit der Begegnungsstätte. Dieses Bad, dessen Zukunft aus finanziellen Gründen bedroht ist, sollte unbedingt erhalten bleiben, sagten sie. Auf Begeisterung stieß der Egapark mit Tropenhaus und Schmetterlingshaus. Die Innenstadt sowieso. "In Erfurt gibt es viele tolle Eisdielen", stellte Silke Kammerer fest. Rundum überzeugt hat sie auch der Thüringer Zoopark. Im Dom haben sie eine Messe besucht. Ein Thementag galt den Burgen rund um Erfurt und mündete in einem Ritterfest, für das sogar selbst Kostüme genäht wurden. "Wir hatten dabei eine schöne Party" , sagt Betreuer Hans-Theo Deckers.

Für das Haus der Lebenshilfe in Erfurt-Hochheim vergeben sie eine Eins mit Sternchen. Mit Bussen ging es dann wieder nach Hause. "Wir werden noch lang von dem Besuch zehren. Es hat uns in Erfurt sehr gut gefallen" , sind sich alle einig.

Quelle: RP
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